{"id":34,"date":"2018-11-08T17:17:24","date_gmt":"2018-11-08T17:17:24","guid":{"rendered":"http:\/\/bi-erdkabel-innerstetal-und-umgebung.de\/?p=34"},"modified":"2019-11-08T17:59:15","modified_gmt":"2019-11-08T17:59:15","slug":"wahle-mecklar-380-kv-stromkabel-einfach-unterpfluegen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bi-erdkabel-innerstetal-und-umgebung.de\/?p=34","title":{"rendered":"WAHLE-MECKLAR: 380 KV STROMKABEL EINFACH UNTERPFL\u00dcGEN ?"},"content":{"rendered":"\n<p>Kreis Hildesheim \u2013 Gibt es eine neue Methode, Stromtrassen unterirdisch zu verlegen, ohne dabei allzu viel Ackerboden zu zerst\u00f6ren? Das Netz-Unternehmen Tennet, das die Leitungen Wahle-Mecklar und S\u00fcdlink in der Region plant, will im Raum Baddeckenstedt ein neues Verfahren testen, bei dem Stromkabel quasi eingepfl\u00fcgt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bislang geht Tennet davon aus, das sich 30 bis 40 Meter breite Baustellen durch das Land ziehen, wenn die Erdkabel f\u00fcr Wahle-Mecklar (zwischen S\u00f6hlde und Sillium) und f\u00fcr S\u00fcdlink (auf der ganzen Strecke) verlegt werden \u2013 weil Bagger und andere Baufahrzeuge an die Trasse heranfahren und dort dann arbeiten m\u00fcssen. Landwirte im Landkreis Hildesheim f\u00fcrchten vor allem, dass die B\u00f6den in diesem Bereich dauerhaft gesch\u00e4digt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Abhilfe soll nun das sogenannte Erdkabelpflug-Verfahren schaffen. Tennet hat die Firma F\u00f6ckersperger aus der N\u00e4he von N\u00fcrnberg beauftragt. Sie soll einen neuen Pflug entwickeln, der imstande ist, die Leerrohre f\u00fcr die 380-Kilovolt-Kablel 1,50 bis zwei Meter tief unter die Erde zu bringen. Das Unternehmen ist auf das \u201eEinpfl\u00fcgen\u201c von Kabeln und Rohren seit Jahrzehnten spezialisiert. Allerdings wurde das Verfahren bislang nur f\u00fcr Leitungen mit deutlich geringeren Spannungen angewandt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht f\u00fcr jede Bodenart geeignet<br>\u201eSollte sich das Verfahren f\u00fcr den Bau der Erdkabelstrecke der Wahle-Mecklar-Leitung eignen, w\u00fcrde Tennet den Eingriff in die B\u00f6den noch einmal deutlich verringern k\u00f6nnen und die Bauzeiten voraussichtlich verk\u00fcrzen\u201c, hei\u00dft es in einer Pressemitteilung des Netzbetreibers. Und weiter: \u201eDies w\u00fcrde auch die Einschr\u00e4nkungen der Landwirte verringern, Kosten sparen und damit auch den Stromverbraucher entlasten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Nachfrage erkl\u00e4rte Pressesprecher Markus Lieberknecht, wenn sich das Verfahren bei Wahle-Mecklar bew\u00e4hre, k\u00f6nne es auch bei anderen Projekten zum Einsatz kommen \u2013 also auch bei der Gleichstromtrasse S\u00fcdlink. Deren endg\u00fcltiger Verlauf steht noch nicht fest. Eine Route durch den \u00f6stlichen Landkreis gilt aber als sehr wahrscheinlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Einschr\u00e4nkend weist Tennet allerdings darauf hin, dass das Kabelpflug-Verfahren nicht f\u00fcr jede Bodenart geeignet sei. Die im Raum Hildesheim \u00fcblichen Ackerfl\u00e4chen d\u00fcrften sich aber daf\u00fcr anbieten, problematisch sind hingegen steinige B\u00f6den.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit nimmt die Debatte ums Verlegen der Erdkabel eine neue Wendung. Zuletzt hatten Landwirte aus der Region vor allem auf ein Verfahren gehofft, dass die Firma AGS aus Stade entwickelt hat, und sie hatten bei den Bundestagsabgeordneten daf\u00fcr geworben. Es sieht vor, die Kabel durch wassergef\u00fcllte Rohre zu ziehen. Dadurch k\u00f6nnen die Leitungen n\u00e4her aneinander liegen, und die Trassen br\u00e4uchten deutlich weniger Platz. Offiziell h\u00e4lt Tennet das Konzept f\u00fcr pr\u00fcfenswert, inoffiziell sind viele Ingenieure des Unternehmens aber sehr skeptisch, ob das Ganze in der Praxis funktioniert. Sie halten es allenfalls f\u00fcr denkbar, damit kurze Engp\u00e4sse zu \u00fcberbr\u00fccken. Quelle Hildesheimer Allgemeine<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kreis Hildesheim \u2013 Gibt es eine neue Methode, Stromtrassen unterirdisch zu verlegen, ohne dabei allzu viel Ackerboden zu zerst\u00f6ren? 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