380-kV-Leitung Wahle-Mecklar: Geländebegehungen und Kartierungen im Auftrag der TenneT…

Die Stadt Salzgitter und FOCUS online berichten:

Geländebegehungen und Kartierungen im Auftrag der TenneT TSO GmbH zur weiteren Projektplanung.

Die TenneT TSO GmbH teilt mit, dass sie als verantwortlicher Übertragungsnetzbetreiber den Neubau der 380-kV-Höchstspannungsleitung von Wahle nach Mecklar plant.
Die geplante Höchstspannungsleitung wird die Netzknotenpunkte Wahle in Niedersachsen und Mecklar in der Gemeinde Ludwigsau in Nordhessen miteinander verbinden. Die rund 230 Kilometer lange Verbindung erhöht die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nord- Süd-Achse und wird in Zukunft die Versorgungssicherheit und Netzstabilität in Niedersachsen und Nordhessen gewährleisten.
Für die Umsetzungsplanung zur 380-kV-Leitung Wahle-Mecklar sind weitere verschiedene Arbeiten und Untersuchungen im Gelände erforderlich, unter anderem für die Wegeplanung, Bodenkundliche und Ökologische Baubegleitung, Baugrundvoruntersuchung, artenschutzrechtliche Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen wie Besatzkontrollen, Baumhöhlen- und Horstbaumkontrollen, Markierung von Höhlenbäumen mit nicht dauerhafter forstüblicher Markierungsfarbe (als Buchstabe „H“).

Hinzu kommen Kartierungen (das heißt die Erfassung unter anderem von Vögel, Amphibien, Reptilien, Haselmäusen) für die Aktualisierung der Datengrundlagen, die der umweltfachlichen und technischen Planung zu Grunde liegen.
Die Geländebegehungen werden von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der folgenden Planungs- und Gutachterbüros im Auftrag der TenneT durchgeführt:
* BHF, Kiel
* TNL, Umweltplanung Hungen
* LaReG, Braunschweig
* Geries, Göttingen
* Buchholz und Partner, Schkeuditz.
Die Arbeiten haben bereits im Mai 2017 begonnen und finden derzeit statt. Der Voraussichtliche Abschluss wird Dezember 2018 sein.
Für die Arbeiten ist es in der Regel erforderlich, private land- und forstwirtschaftliche Wege und Grundstücke zu betreten sowie öffentliche Wald- und landwirtschaftliche Wege mit dem PKW zu befahren. Dabei werden an den Grundstücken und Wegen keine Veränderungen vorgenommen, sondern lediglich der Ist-Zustand von Flora und Fauna durch Fotos und Beschreibung dokumentiert.
Die Berechtigung zur Durchführung solcher Vorarbeiten ergibt sich aus Paragraph 44 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Flurschäden entstehen bei Untersuchungen im Zusammenhang mit den Kartierungen aller Voraussicht nach nicht. Sollte es wider Erwarten im Einzelfall dennoch zu Schäden kommen, die durch die Untersuchungen verursacht wurden, gleicht die Firma Tennet diese aus.
FOCUS NWMI-OFF/Stadt Salzgitter

 

 

SuedLink: In einer großen Demonstration trafen sich am Montag die Landwirte des Niedersächsischen Landvolks um gemeinsam auf ihre Benachteilung durch die SuedLink-Stromtrasse hinzuweisen. Hierzu veröffentlichten sie nun auch einen 10 Punkte Plan mit ihren Forderungen…

Niedersachsens Landwirte wollen bei dem durch die Energiewende verursachten Netzausbau nicht ins Hintertreffen geraten. Die Südlink Arbeitsgemeinschaft im Landvolk Niedersachsen hat in einem 10-Punkte-Papier die Forderungen zusammengefasst, die aus Verbandssicht beim Netzausbau zu berücksichtigen sind.

„Dazu zählt die Anpassung wiederkehrender Entschädigungszahlungen ebenso wie die Rücksichtnahme auf landwirtschaftliche Besonderheiten“, fasst Landvolkvizepräsident Ulrich Löhr die wichtigsten Positionen zusammen. Ebenso vehement setzt sich das Landvolk für das Prinzip der Schadensvermeidung durch eine unabhängige bodenkundliche Überwachung ein.

10 Punktepapier zum Netzausbau in Niedersachsen:

01  Beschleunigung des Netzausbaus durch die Einführung wiederkehrender Zahlungen
02  Berücksichtigung agrarstruktureller Belange und vorrangige Planung auf öffentlichen Flächen
03  Neujustierung der Entschädigung und Ermittlung durch öffentliche Institutionen
04  Nachentschädigung der Betroffenen bei Neuverlegung der Leitung
05. Umfassende Alternativenabwägung zur Wahl der bestmöglichen agrarflächenschonenden Technik
06  Schadensvermeidung durch unabhängige Landwirtschaftliche-, Bodenkundliche-Überwachung mit Stopp-Befugnis
07  Monitoring der Auswirkungen der Erdverkabelung
08  Kein naturschutzfachlicher Ausgleich für die Verlegung in landwirtschaftlichen Nutzflächen
09  Bereitstellung einer Rückbausicherheit

10  Gewährleistung landwirtschaftlicher Nutzung auf der Leitungstrasse Quelle http://regionalpeine.de

 

380 kV Trasse Wahle-Mecklar: Ringvorlesung Umwelt und Nachhaltigkeit: Pilotprojekt Erdverkabelung …

Hildesheim: Zum Thema, Pilotprojekt Erdverkabelung 380kV Höchstspannung in Raesfeld, spricht am  Mittwoch, 03. Mai 2017 um 18:00 Uhr, Bernd Nienhaus, vom PBN Planungsbüro, Raesfeld.

Wo? Hauptcampus Uni Hildesheim, im Gebäude H – Hörsaal 2 (Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim)

Zur Info: Der Klimawandel, die Belastung der empfindlichen weltweiten Ökosysteme stellen eine große Herausforderungen an die Entwicklung nachhaltiger Lösungen dar. In der Ringvorlesung werden Expertinnen aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen Einblicke in globale und regionale Studienergebnisse und Forschungsplanungen geben sowie grundlegende Lösungsansätze vorstellen. Die heute verfügbaren technischen, normativen und organisatorischen Antworten können – rechtzeitig zum Einsatz gebracht – nachhaltig sehr wirkungsvoll und von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung unseres Planeten sein. Quelle UNI Hildesheim

 

Drei Bürgermeister laden zu einer Informationsveranstaltung ein und bitten um rege Beteiligung !

Die Samtgemeinde Baddeckenstedt, die Gemeinde Burgdorf und die Gemeinde Baddeckenstedt werden von zwei Stromtrassen tangiert !

Da ist die altbekannte 380 kV Trasse von Wahle nach Mecklar und  die östliche Variante der SuedLink, die nun den Vorzug bekommen hat.

Beide Trassen werden in der Gemeinde Baddeckenstedt, in geringem Abstand den Ort passieren.

Obwohl der Kreistag Wolfenbüttel, der Samtgemeinderat Baddeckenstedt, die Gemeinde Burgdorf, Gemeinde Baddeckenstedt und die BI Erdkabel Innerstetal und Umgebung, sich gegen die Bündelung von zwei Trassen ausgesprochen haben, hat die östliche SuedLink Trasse den Zuschlag bekommen.

Der Samtgemeindebürgermeister, Klaus Kubitschke, Bürgermeister der Gemeinde Burgdorf Bernd Brandes, Baddeckenstedts Bürgermeister Marc Werner und Volker Schäfer von der örtlichen BI Erdkabel Innerstetal und Umgebung, bitten um rege Beteiligung, an der am Mittwoch, den 12.04.2017 , um 18:30 h , im Gasthaus “ zur Traube “ in Burgdorf, stattfindenden Infoveranstaltung.

 

 

Keine Stromtrasse – Kreistag verabschiedet Resolution…

Landkreis Wolfenbüttel: Der Kreistag Wolfenbüttel hat sich in seiner Sitzung am Montagabend mit einer Resolution gegen den Bau einer Stromtrasse im Landkreis Wolfenbüttel ausgesprochen, die durch die Samtgemeinde Baddeckenstedt laufen soll.

Das Gremium sprach sich mit einer großen Mehrheit für die Resolution aus und setzte damit ein Zeichen – durch den Landkreis Wolfenbüttel soll die geplante „SuedLink-Trasse“ nicht verlaufen. Die Projektträger TenneT und Transnet BW hatten Ende September 2016 Trassenkorridorvorschläge für das Projekt „SuedLink“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um zwei Hauptstränge mit zahlreichen Verästelungen zwischen den Anfangs- und Endpunkten Wilster beziehungsweise Brunsbüttel und Grafenrheinfeld beziehungsweise Großgartach.

Der Landkreis Wolfenbüttel wäre in der Samtgemeinde Baddeckenstedt und deren Mitgliedsgemeinde Burgdorf betroffen. Mit der Resolution will der Kreistages Wolfenbüttel ein klares Zeichen setzen und fordert die Bundesnetzagentur auf, bereits im Zuge der Trassenkorridorfindung bei den Projektträgern darauf hinzuwirken, dass der Landkreis Wolfenbüttel von diesem Projekt nicht tangiert wird und Alternativen weiterverfolgt werden.

Eine weitere Stromtrasse sei nicht hinnehmbar, wird in der Resolution befunden. Der Landkreis Wolfenbüttel sei bereits von der Trasse, die unter dem Vorhaben EnLAG-Vorhaben Wahle- Mecklar verfolgt wird, betroffen, dies ebenfalls in den Gemeinden Burgdorf und Baddeckenstedt. Zudem gebe es im Landkreis bereits 70 Windenergieanlagen sowie zwei Freiflächenphotovoltaikanlagen. Außerdem sei ein Ausbau der Windenergie durch die erste Änderung des Regionalen Raumordnungsprogrammes des Zweckverbandes Großraum Braunschweig vorgesehen. Man unterstütze als Kreistag in vollem Umfang die Energiewende der Bundesregierung, man sei aber der Meinung, dass der Landkreis durch die bisherigen Maßnahmen bereits genug belastet sei und als Standort zahlreicher diesbezüglicher Infrastruktureinrichtungen einen mehr als angemessenen Beitrag leisten würde.

TenneT und TransnetBW planen, den Antrag auf Bundesfachplanung bis Ende des ersten Quartals 2017 bei der Bundesnetzagentur einzureichen. Im Anschluss soll das formelle Planungs- und Genehmigungsverfahren mit den darin vorgesehenen Beteiligungsmöglichkeiten starten. Die Trasse soll überwiegend unter der Erde verlegt werden. Quelle http://regionalwolfenbuettel.de 6. Februar 2017 Anke Donner

Grüne informieren über geplante Stromtrassen in der Samtgemeinde Baddeckenstedt…

Burgdorf. Beim gut besuchten Vortragsabend zum Thema Energiewende und Netzausbau des Kreisverbandes Wolfenbüttel Bündnis 90/Die Grünen berichtete der energiepolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Volker Bajus, nicht nur über Entwicklung hin zu alternativen Energien, sondern auch über die im Raum Baddeckenstedt von der Firma Tennet geplanten aber umstrittenen Stromtrassen für die Strecke Wahle-Mecklar und Süd-Link.

Informierten über den geplanten Bau der Stromtrassen: Die Vertreter vom Kreisverband Wolfenbüttel der Grünen Holger Barkhau, Angela Bösselmann, Ehrhard Dette und Ghalia El Boustami mit dem Landtagsabgeordneten Volker Bajus (Mitte). Foto: pA

Bajus erläuterte, warum der Ausbau der Stromnetze vor dem Hintergrund der in Deutschland eingeläuteten Energiewende, notwendig ist. Er stellte darüber hinaus das „Grüne Energieszenario“ für Niedersachsen vor. Es gehe auch ohne Erdöl, Kohle und Atomenergie. Der Energiebedarf könne bis zum Jahr 2040 vollständig aus regionalen, erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden und sei schon mit heute verfügbaren Technologien machbar. Eine wichtige Voraussetzung sei die Begrenzung des Klimawandels mit einer maximalen durchschnittlichen Erwärmung von zwei Grad Celsius. Um dies zu erreichen, müssten die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent reduziert werden.

Wegen der Versorgung von Süddeutschland mit Windkraft Energie soll die Firma Tennet nun den Bau der „Strom-Autobahnen“ über die geplanten Trassen Wahle-Mecklar und Südlink von Norden nach Süden auch im Raum Baddeckenstedt verwirklichen und das gemäß eines Pilotprojektes möglichst unter der Erde. Erdkabel, so Bajus, seien hinsichtlich der Belastung durch Magnetfelder den Hochspannungsmasten vorzuziehen.

Der Sprecher der Bürgerinitiative „Erdkabel – Innerstetal“, Volker Schäfer, zeigte sich später erfreut, dass sich eine Einigung zwischen Landwirten und Tennet andeutet. „Die ersten Feldinteressentenschaften genehmigen Tennet den Zugang auf ihre Äcker, damit dort die geologischen Untersuchungen zur Festlegeng der Erdkabelverlegung geleistet werden können.“

Auch Burgdorfs Bürgermeister Bernd Brandes findet es gut, dass man im Gespräch bleibt. Man dürfe nach fast neunmonatigen Verhandlungen im Bereich des Wegerechts nicht das Projekt gefährden. „Wir als Gemeinde haben großes Verständnis für die Sorgen der Landwirte, aber zwischen 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung wünscht sich die Verkabelung unter der Erde“, betonte Brandes. Die Gemeinde werde sich weiter sowohl für die Landwirte als auch die Erdverkabelung einsetzen. Quelle hallo salzgitter wochenende pa

 

 

380 kV Trasse Wahle-Mecklar : Boden-Untersuchung für Erdkabel läuft an…

Westerlinde: Trotz des Widerstands einiger Grundbesitzer beginnt Tennet die Bohrungen in der Samtgemeinde.

An einem Feldweg südwestlich von Westerlinde frisst sich ein Schneckenbohrer in den verschneiten Boden. In fünf Metern Tiefe ist Schluss: „Fels“, konstatiert Ingenieur Wolf-Dietrich Brunswig. Schlecht. „Im Fels zu bohren erhöht die Kosten um das Zwei bis Dreifache“, erklärt Brunswig. Eigentlich soll hier in sechs bis sieben Metern Tiefe der Erdkabel-Abschnitt der Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar zwischen Lesse und Sillium (Kreis Hildesheim) entlanglaufen. Quelle SZ.-Zeitung/Foto Eric Westermann

380 kV Trasse Wahle-Mecklar: Grundbesitzer lassen TenneT nicht auf die Wege…

Quelle Salzgitter-Zeitung 10.12.2016 Eric Westermann

Dazu der Kommentar aus Burgdorf / Westerlinde  von Volker Schäfer:

Es ist langsam nicht nur bemerkenswert, sondern schon beängstigend, dass es schon über ein halbes Jahr nach der öffentlichen Bekanntgabe der Tennet zur Realisierung eines Erdkabelabschnittes für die 380 kV- Leitung Wahle -Mecklar im Bereich Salzgitter – Burgdorf/Baddeckenstedt verstrichen ist, ohne auch nur einen Schritt weiter nach vorne gekommen zu sein.

.
Nur mal zur Erinnerung: Es haben die gleichen Eigentümer, die derzeitig die Bodenuntersuchungen durchaus mit ihrer Argumentationslinie versuchen zu verzögern, noch vor einigen Jahren sich aktiv für die Möglichkeit einer Erdverkabelung eingesetzt.

.
Nicht zu vergessen, dass sich in der Gemeinde Burgdorf mehrere hundert Menschen aktiv für die Möglichkeit einer Erdverkabelung eingesetzt haben. Dieses wurde insbesondere auch während des Erörterungstermines in Hildesheim im Mai 2015 inhaltlich und fachlich fundiert vorgetragen.

.
Es gilt auch folgendes festzustellen: Auf Basis der neuen geltenden Bundesgesetzesgebung ist der Netzbetreiber Tennet nicht verpflichtet einen Teilabschnitt als Erdverkabelung zu errichten. Dort ist nur erwähnt, das der Netzbetreiber eine Erdkabelstrecke aus Pilotstrecke über 12 km errichten kann.

Es kann und darf nicht dazu kommen, dass sich beide Parteien gegenseitig weiter argumentativ uneinsichtig gegenüberstehen, um dann schlussendlich festzustellen, dass ein Realisierung – dieser bundesweit einmaligen Möglichkeit – einer Erdverkabelung in 380kV-Wechselstromtechnik in unserer Umgebung nicht gebaut werden kann.

Denn das würde bedeuten, dass die Strecke Wahle-Mecklar in unserem Bereich als Freileitung gebaut wird.

Nicht ohne Grund hat sich die Bevölkerung unserer Region über 10 Jahre lang für eine Erdverkabelung aktiv eingesetzt.

Aus meiner Sicht gilt es jetzt, dass sich die betroffenen Parteien mit entscheidungsbefugten Vertretern an einen Tisch setzen um die formaljuristischen Grundlagen zu schaffen, dass die Erdverkabelung in unserem Gebiet auch realisiert wird.

Volker Schäfer
Bachstraße 8
38272 Westerlinde