Northeim: Die rund 230 Kilometer lange Freileitung soll die Übertragungskapazität für Windenergie von Norden nach Süden erhöhen. Auf der Stromstrecke sind neben den Anfangs- und Endpunkten zwei Umspannwerke geplant…

Northeim. Netzbetreiber Tennet und der Landvolk-Kreisverband Northeim-Osterode haben sich auf ein Rahmenangebot für Vereinbarungen zur Grundstücksnutzung beim Bau der geplanten 380-kV-Höchstspannungsfreileitung geeinigt.

Das Angebot bildet nach Mitteilung von Tennet die Grundlage für die Vereinbarungen des Netzbetreibers mit den einzelnen Eigentümern und Pächtern der Flächen, die vom Bau und Betrieb der 380-kV-Leitung berührt werden. Die Leitung soll auf der Strecke von Wahle (Landkreis Peine) nach Mecklar (Landkreis Herfeld-Rotenburg) durch den Landkreis Northeim verlaufen.

„Der nun erreichte Kompromiss bildet den tatsächlichen Verkehrswert der Grundstücke realistisch ab“, betont Tennet. Der Planfeststellungsbeschluss und die Rahmenvereinbarung seien die Grundlage für die Bauausführung.

Die Eigentümer und Pächter ermöglichen es der Tennet GSO GmbH, aber auch der DB Energie GmbH sowie der Avacon Netz GmbH, für den Bau der neuen Freileitung auf den Grundstücken zu arbeiten. Für die Arbeiten gebe es ein Regelwerk.

Die rund 230 Kilometer lange Freileitung soll die Übertragungskapazität für Windenergie von Norden nach Süden erhöhen. Auf der Stromstrecke sind neben den Anfangs- und Endpunkten zwei Umspannwerke geplant, nämlich in Lamspringe (Landkreis Hildesheim) und in Hardegsen. Dort soll die Energie in die Regionen verteilt oder bei Bedarf aus den Regionen abtransportiert werden, heißt es in einer Pressemitteilung von Tennet weiter.

Die Leitung soll 2021 in Betrieb gehen. Allerdings liegt bisher nur für einen von insgesamt vier Bauabschnitten ein Planfeststellungsbeschluss vor, nämlich für den Bereich zwischen Lamspringe und Hardegsen. Aber die Stadt Einbeck hat angekündigt, gegen den Planfeststellungsbeschluss zu klagen.

Sie kritisiert den Trassenverlauf in ihrem Gebiet. Die Planung umzingele die Ortschaften Erzhausen, Brunsen, Hallensen und Voldagsen mit der Höchstspannungstrasse. Quelle: hna.de/lokales/northeim, Olaf Weiss

 

Teilabschnitt A der 380-kV-Höchstspannungsfreileitung Wahle-Mecklar…

Baddeckenstedt: Die geänderten bzw. ergänzten Planunterlagen liegen in der Zeit vom 14.02.2018 bis einschließlich 15.03.2018 in der Samtgemeinde Baddeckenstedt,                  währen der Dienststunden, Montags bis Freitags , von 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr                                   zusätzlich am Donnerstag, von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr, aus.

Auf der Internetseite der Samtgemeinde Baddeckenstedt sind die vollständigen Bekanntmachungen einzusehen: http://www.baddeckenstedt.de

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Energiewende direkt: Zypries: „Keine Entwicklung wird die Energiewende so stark beeinflussen wie die Digitalisierung“

Keine Entwicklung wird die Energiewende so sehr beeinflussen wie die Digitalisierung“, betonte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries in der vergangenen Woche in ihrer Rede beim Kongress des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft). Die Energiewende tauglich zu machen für den Energiebedarf eines Industrielandes auf dem Weg in die Digitalisierung – das sei die Maßgabe für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), sagte Zypries. Das Energiesystem der Zukunft brauche digitale Lösungen, um Erzeugungsanlagen intelligent mit Verbrauchern oder Speichern zu verknüpfen. Auch würden d

Mehr auf: http://www.bmwi-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2017

Samtgemeinde Bürgermeister Klaus Kubitschke, seine Bilanz der ersten 100 Tage im Amt…

Baddeckenstedt: Samtgemeinde Bürgermeister Klaus Kubitschke gab bekannt, die Samtgemeinde will aber auf jeden Fall verhindern, dass auch die noch größer Trasse des Suedlink durch ihre Grenzen führt. „Ein konkreter Trassenvorschlag stellt Tennet den Bürgermeistern am 8. März vor“, kündigt Klaus Kubitschke an.

Schon am Büro des Samtgemeinde-Bürgermeisters bemerken Besucher, dass es einen neuen Chef im Baddeckenstedter Rathaus gibt. Seit etwas mehr als 100 Tagen sitzt dort Klaus Kubitschke im Chefsessel. Die Gestaltung seines Büros hinkt allerdings etwas hinterher, die nahtlose Übernahme der Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Jens Range hatte selbstredend Vorrang. „Ich war als Jens Ranges Stellvertreter aber schon länger mit allen Abläufen vertraut, das hat zum problemlosen Übergang beigetragen“, berichtet Kubitschke.

Allerdings hatte er zunächst einen schlechten Start. „Bei der konstituierenden Ratssitzung war ich stark erkältet, konnte kaum sprechen“, erinnert sich Kubitschke. Angeschlagen, aber mit Elan habe er sich in die neue Aufgabe gestürzt. Er gehe davon aus, dass er die begonnene vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen politischen Gremien in der Samtgemeinde und allen Mitgliedsgemeinden weiter pflegen kann.

Trotz der teilweise schwierigen Mehrheitsverhältnisse seien fast alle Bürgermeisterwahlen gut gelaufen. Probleme gibt es wie berichtet nur im Gemeinderat Haverlah , wo der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen-Konrad Fromme gegen den seiner Meinung nach nicht korrekten Wahlvorgang klagt. „Man kann ja durchaus anderer Auffassung sein“, so Kubitschke, „aber man darf es nicht auf die Spitze treiben und meine Mitarbeiter persönlich angreifen.“

Andere Themen beschäftigen die Samtgemeinde seit Jahrzehnten, beispielsweise die 380 kV Stromtrasse von Wahle nach Mecklar. „Wie schon Jens Range kämpfen wir weiter dafür, dass die Leitung unter die Erde kommt“, sagt Kubitschke. Er hofft auf eine Einigung des Netzbetreibers Tennet mit den betroffenen Landwirten in den Gemeinden Burgdorf und Baddeckenstedt, der genaue Trassenverlauf soll Ende des Monast feststehen. Die Samtgemeinde will aber auf jeden Fall verhindern, dass auch die noch größer Trasse des Suedlink durch ihre Grenzen führt. „Ein konkreter Trassenvorschlag stellt Tennet den Bürgermeistern am 8. März vor“, kündigt Klaus Kubitschke an.

Wenig Unterstützung gab es in Wolfenbüttel für einen Vorstoß, den Klaus Kubitschke und die anderen Hauptverwaltungsbeamten im Kreis unternommen habe. Angesichts des Haushaltsüberschusses des Kreises sollten die Gemeinden finanziell entlastet und die Kreisumlage gesenkt werden. Die Wolfenbütteler Landrätin Christiana Steinbrügge sieht da für derzeit allerdings keinen finanziellen Spielraum. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass sich alle Seiten im Herbst noch einmal treffen, um die aktuelle Haushaltssituation zu bewerten“, sagte Kubitschke.

Ähnliche Gespräche habe er auf Samtgemeinde Ebenen mit den Bürgermeistern vereinbart. Dann sei unter anderem absehbar, welche Belastung durch zusätzliche Krippenplätze auf die Kommune zukommen. „Der Bedarf ist da, wir prüfen, ob wir in Haverlah und Baddeckenstedt weitere Angebote machen können“, kündigt Kubitschke an. 15 zusätzliche Hortplätze könnten im Frühjahr 2018 in der Grundschule Hohenassel eingerichtet werden. Auch hier verhandele die Gemeinde mit allen Beteiligten.

Kurzfristig möchte Kubitschke in der Grundschule Elbe helfen, wo es im Sommer 10 neue und damit insgesamt 63 Hortplätze gibt. Sparsamkeit bleibt wichtigstes Gebot, selbst bei relativ kleinen Dingen. Kubitschkes Ziel ist beispielweise das papierlose Büro. Er hat sich schon vom Aktenschrank seines Vorgängers getrennt, weil weniger abgeheftet werden soll. Das Büro wirkt dadurch lichter, nicht nur weil die Wände neu gestrichen sind. Und für den Wandschmuck sollen Aquarelle mit persönlichen Bezug sorgen: „Die hat meine Tochter mit Zwölf gemalt.“ Quelle SZ.-Zeitung Jörg Werner David

 

Energiewende direkt: Ausgabe 3 / 2017

Zypries: „Der Mieterstrom kommt“
Die Bundeswirtschaftsministerin über die Dringlichkeit des Netzausbaus sowie die geplante Einführung eines Mieterstrommodells.

„Wir brauchen einen Schub bei der Genehmigung von Netzvorhaben“, forderte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries bei ihrer Festrede zum Neujahrsempfang des Bundesverbands Erneuerbare Energie am vergangenen Donnerstag in Berlin. „Wir freuen uns auf der einen Seite über den Ausbau [der erneuerbaren Energien], auf der anderen Seite erfüllt er uns mit Sorge, weil der Netzausbau eben nicht mit derselben Geschwindigkeit vorankommt.“ Es ergebe keinen Sinn, Strom zu produzieren, der nicht bis zum Verbraucher transportiert werden kann.

„Die einzige nachhaltige Antwort ist ein beschleunigter Netzausbau“, so Zypries. Bis 2025 müssten die großen Gleichstromtrassen, die den Strom vom Norden in den Süden transportieren, gebaut sein. Für diese Verfahren sei der Bund zuständig und die Bundesregierung tue alles, um sie zügig voranzubringen. Mit dem Vorrang für Erdkabel sei ein Durchbruch erzielt worden. Bis zur Fertigstellung der Trassen entscheide aber der Ausbau im sogenannten Startnetz, wie viel Strom transportiert werden könne. Für diese Vorhaben sind größtenteils die Länder zuständig.

Klick hier zum Artikel und Video: http://www.bmwi-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2017/03/Video/topthema.html;jsessionid=2D21A2EA643B7EBBD8F86217E85256C1?nn=45094

Keine Stromtrasse – Kreistag verabschiedet Resolution…

Landkreis Wolfenbüttel: Der Kreistag Wolfenbüttel hat sich in seiner Sitzung am Montagabend mit einer Resolution gegen den Bau einer Stromtrasse im Landkreis Wolfenbüttel ausgesprochen, die durch die Samtgemeinde Baddeckenstedt laufen soll.

Das Gremium sprach sich mit einer großen Mehrheit für die Resolution aus und setzte damit ein Zeichen – durch den Landkreis Wolfenbüttel soll die geplante „SuedLink-Trasse“ nicht verlaufen. Die Projektträger TenneT und Transnet BW hatten Ende September 2016 Trassenkorridorvorschläge für das Projekt „SuedLink“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um zwei Hauptstränge mit zahlreichen Verästelungen zwischen den Anfangs- und Endpunkten Wilster beziehungsweise Brunsbüttel und Grafenrheinfeld beziehungsweise Großgartach.

Der Landkreis Wolfenbüttel wäre in der Samtgemeinde Baddeckenstedt und deren Mitgliedsgemeinde Burgdorf betroffen. Mit der Resolution will der Kreistages Wolfenbüttel ein klares Zeichen setzen und fordert die Bundesnetzagentur auf, bereits im Zuge der Trassenkorridorfindung bei den Projektträgern darauf hinzuwirken, dass der Landkreis Wolfenbüttel von diesem Projekt nicht tangiert wird und Alternativen weiterverfolgt werden.

Eine weitere Stromtrasse sei nicht hinnehmbar, wird in der Resolution befunden. Der Landkreis Wolfenbüttel sei bereits von der Trasse, die unter dem Vorhaben EnLAG-Vorhaben Wahle- Mecklar verfolgt wird, betroffen, dies ebenfalls in den Gemeinden Burgdorf und Baddeckenstedt. Zudem gebe es im Landkreis bereits 70 Windenergieanlagen sowie zwei Freiflächenphotovoltaikanlagen. Außerdem sei ein Ausbau der Windenergie durch die erste Änderung des Regionalen Raumordnungsprogrammes des Zweckverbandes Großraum Braunschweig vorgesehen. Man unterstütze als Kreistag in vollem Umfang die Energiewende der Bundesregierung, man sei aber der Meinung, dass der Landkreis durch die bisherigen Maßnahmen bereits genug belastet sei und als Standort zahlreicher diesbezüglicher Infrastruktureinrichtungen einen mehr als angemessenen Beitrag leisten würde.

TenneT und TransnetBW planen, den Antrag auf Bundesfachplanung bis Ende des ersten Quartals 2017 bei der Bundesnetzagentur einzureichen. Im Anschluss soll das formelle Planungs- und Genehmigungsverfahren mit den darin vorgesehenen Beteiligungsmöglichkeiten starten. Die Trasse soll überwiegend unter der Erde verlegt werden. Quelle http://regionalwolfenbuettel.de 6. Februar 2017 Anke Donner

Südlink und Wahle-Mecklar sorgen für Diskussionen…


Burgdorf: Die Grünen veranstalteten eine Gesprächsrunde.

Zum Thema Energiewende und Netzausbau organisierte der Kreisverband der Grünen einen Diskussionsabend in Burgdorf. Der Energiepolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Volker Bajus, sprach in seinem Vortrag auch über die in Baddeckenstedt umstrittenen Stromtrassen. ( Wahle-Mecklar und SuedLink treffen in Baddeckenstedt zusammen )

Sowohl die Trasse Wahle-Mecklar, als auch der Südlink sollen die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nord-Süd-Achse erhöhen und so für Versorgungssicherheit und Netzstabilität sorgen. Für Wahle-Mecklar sei eine Erdverkabelung möglich und für den Bereich Baddeckenstedt in Planung. ( Gemeinde Burgdorf bis Silium )

Der Südlink solle möglichst unter der Erde verlegt werden. Erdkabel, so Bajus, seien im Hinblick auf des Landschaftsbild und hinsichtlich der Belastung durch Magnetfelder den Hochspannungsmasten vorzuziehen.

In der sich anschließenden Diskussionsrunde standen neben Volker Bajus auch die Experten des Netzbetreibers Tennet Rede und Antwort. Die Anwohner sollten ihre Sorgen hinsichtlich der doppelten Belastung durch den möglichen Trassenverlauf des Südlink, der noch in der Vorschlagsphase sei, deutlich äußern und schriftliche Einwände an das zuständige Amt für regionale Landesentwicklung schicken, so Bajus.

Differenzen gab es zwischen Tennet und den Landwirten, die jedoch an diesem Abend nicht zu lösen waren. Quelle SZ.-Salzgitter 23.01.2017

von links: Holger Barkhau, Angela Bösselmann, Volker Bajus, Ghalia El Boustami, Ehrhard Dette. Bild Bündnis90DieGrünen

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In  Hildesheimer Allgemeinen, schreibt Tarek Abu Ajamieh am 30. September 2016.

Auf die konkrete Nachfrage, was er denn zur Empörung im Raum Baddeckenstedt, Holle, Bockenem und Lamspringe sage, durch die nach der bereits verbindlich geplanten Wechselstrom-Leitung Wahle-Mecklar eine weitere Stromtrasse verlaufen könnte, antwortet Tennet-Chef Lex Hartman. „Solche Einwände sind wichtig, wir müssen sie dann abwägen, am Ende entscheidet die Bundesnetzagentur.“

„Überbündelung?“
Zum Beispiel über Wartjenstedt, das zum größten Streitfall der neuen Trasse werden könnte. Wie berichtet soll östlich des Dorfes der Erdkabel-Abschnitt von Wahle-Mecklar verlaufen, auf der anderen Seite des Ortes ist nun eine der drei Süd.Link-Varianten vorgesehen. „Der Gesetzgeber verlangt eine Bündelung von Infrastruktur-Trassen, aber es gibt auch den Begriff der Überbündelung“, sagte Hartman. „Ich weiß aber nicht, ob der erfüllt ist, wenn links und rechts eines Ortes je 20 Meter breite Erdkabel-Trassen verliefen, „die man ja nicht sieht“. Quelle: Link Hildesheimer Allgemeine,

 

Energiewende direkt Ausgabe 21/16 : Auf dem Weg zu weitgehender Klimaneutralität

Der Klimaschutzplan 2050 weist den Weg zu einem weitgehend treibhausgasneutralen Deutschland und sichert gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie.

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Der Klimaschutzplan 2050 ist beschlossen. Das Bundeskabinett einigte sich auf eine Strategie, wie Deutschland in den nächsten Dekaden zu einem weitgehend treibhausgasneutralen Land werden soll, ohne dabei die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu gefährden. „Wir haben eine sehr gute und ausgewogene Lösung gefunden“, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Er hatte sich in den Verhandlungen dafür eingesetzt, dass die vom Rückgang der Kohleverstromung betroffenen Regionen realistische Perspektiven erhalten. „Nur wenn wir Klimaschutz mit dem Erhalt der industriellen Arbeitsplätze auch in der energieintensiven Industrie verbinden, werden uns andere Länder in unserer sehr ambitionierten Klimaschutzpolitik folgen“, so Gabriel. Die Beratungen hätten sich gelohnt, denn immerhin gehe es um nicht weniger als die strategische Ausrichtung für einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren (das komplette Statement von Sigmar Gabriel finden Sie hier).