Energiewende direkt: Zypries: „Keine Entwicklung wird die Energiewende so stark beeinflussen wie die Digitalisierung“

Keine Entwicklung wird die Energiewende so sehr beeinflussen wie die Digitalisierung“, betonte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries in der vergangenen Woche in ihrer Rede beim Kongress des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft). Die Energiewende tauglich zu machen für den Energiebedarf eines Industrielandes auf dem Weg in die Digitalisierung – das sei die Maßgabe für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), sagte Zypries. Das Energiesystem der Zukunft brauche digitale Lösungen, um Erzeugungsanlagen intelligent mit Verbrauchern oder Speichern zu verknüpfen. Auch würden d

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Samtgemeinde Bürgermeister Klaus Kubitschke, seine Bilanz der ersten 100 Tage im Amt…

Baddeckenstedt: Samtgemeinde Bürgermeister Klaus Kubitschke gab bekannt, die Samtgemeinde will aber auf jeden Fall verhindern, dass auch die noch größer Trasse des Suedlink durch ihre Grenzen führt. „Ein konkreter Trassenvorschlag stellt Tennet den Bürgermeistern am 8. März vor“, kündigt Klaus Kubitschke an.

Schon am Büro des Samtgemeinde-Bürgermeisters bemerken Besucher, dass es einen neuen Chef im Baddeckenstedter Rathaus gibt. Seit etwas mehr als 100 Tagen sitzt dort Klaus Kubitschke im Chefsessel. Die Gestaltung seines Büros hinkt allerdings etwas hinterher, die nahtlose Übernahme der Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Jens Range hatte selbstredend Vorrang. „Ich war als Jens Ranges Stellvertreter aber schon länger mit allen Abläufen vertraut, das hat zum problemlosen Übergang beigetragen“, berichtet Kubitschke.

Allerdings hatte er zunächst einen schlechten Start. „Bei der konstituierenden Ratssitzung war ich stark erkältet, konnte kaum sprechen“, erinnert sich Kubitschke. Angeschlagen, aber mit Elan habe er sich in die neue Aufgabe gestürzt. Er gehe davon aus, dass er die begonnene vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen politischen Gremien in der Samtgemeinde und allen Mitgliedsgemeinden weiter pflegen kann.

Trotz der teilweise schwierigen Mehrheitsverhältnisse seien fast alle Bürgermeisterwahlen gut gelaufen. Probleme gibt es wie berichtet nur im Gemeinderat Haverlah , wo der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen-Konrad Fromme gegen den seiner Meinung nach nicht korrekten Wahlvorgang klagt. „Man kann ja durchaus anderer Auffassung sein“, so Kubitschke, „aber man darf es nicht auf die Spitze treiben und meine Mitarbeiter persönlich angreifen.“

Andere Themen beschäftigen die Samtgemeinde seit Jahrzehnten, beispielsweise die 380 kV Stromtrasse von Wahle nach Mecklar. „Wie schon Jens Range kämpfen wir weiter dafür, dass die Leitung unter die Erde kommt“, sagt Kubitschke. Er hofft auf eine Einigung des Netzbetreibers Tennet mit den betroffenen Landwirten in den Gemeinden Burgdorf und Baddeckenstedt, der genaue Trassenverlauf soll Ende des Monast feststehen. Die Samtgemeinde will aber auf jeden Fall verhindern, dass auch die noch größer Trasse des Suedlink durch ihre Grenzen führt. „Ein konkreter Trassenvorschlag stellt Tennet den Bürgermeistern am 8. März vor“, kündigt Klaus Kubitschke an.

Wenig Unterstützung gab es in Wolfenbüttel für einen Vorstoß, den Klaus Kubitschke und die anderen Hauptverwaltungsbeamten im Kreis unternommen habe. Angesichts des Haushaltsüberschusses des Kreises sollten die Gemeinden finanziell entlastet und die Kreisumlage gesenkt werden. Die Wolfenbütteler Landrätin Christiana Steinbrügge sieht da für derzeit allerdings keinen finanziellen Spielraum. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass sich alle Seiten im Herbst noch einmal treffen, um die aktuelle Haushaltssituation zu bewerten“, sagte Kubitschke.

Ähnliche Gespräche habe er auf Samtgemeinde Ebenen mit den Bürgermeistern vereinbart. Dann sei unter anderem absehbar, welche Belastung durch zusätzliche Krippenplätze auf die Kommune zukommen. „Der Bedarf ist da, wir prüfen, ob wir in Haverlah und Baddeckenstedt weitere Angebote machen können“, kündigt Kubitschke an. 15 zusätzliche Hortplätze könnten im Frühjahr 2018 in der Grundschule Hohenassel eingerichtet werden. Auch hier verhandele die Gemeinde mit allen Beteiligten.

Kurzfristig möchte Kubitschke in der Grundschule Elbe helfen, wo es im Sommer 10 neue und damit insgesamt 63 Hortplätze gibt. Sparsamkeit bleibt wichtigstes Gebot, selbst bei relativ kleinen Dingen. Kubitschkes Ziel ist beispielweise das papierlose Büro. Er hat sich schon vom Aktenschrank seines Vorgängers getrennt, weil weniger abgeheftet werden soll. Das Büro wirkt dadurch lichter, nicht nur weil die Wände neu gestrichen sind. Und für den Wandschmuck sollen Aquarelle mit persönlichen Bezug sorgen: „Die hat meine Tochter mit Zwölf gemalt.“ Quelle SZ.-Zeitung Jörg Werner David

 

Energiewende direkt: Ausgabe 3 / 2017

Zypries: „Der Mieterstrom kommt“
Die Bundeswirtschaftsministerin über die Dringlichkeit des Netzausbaus sowie die geplante Einführung eines Mieterstrommodells.

„Wir brauchen einen Schub bei der Genehmigung von Netzvorhaben“, forderte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries bei ihrer Festrede zum Neujahrsempfang des Bundesverbands Erneuerbare Energie am vergangenen Donnerstag in Berlin. „Wir freuen uns auf der einen Seite über den Ausbau [der erneuerbaren Energien], auf der anderen Seite erfüllt er uns mit Sorge, weil der Netzausbau eben nicht mit derselben Geschwindigkeit vorankommt.“ Es ergebe keinen Sinn, Strom zu produzieren, der nicht bis zum Verbraucher transportiert werden kann.

„Die einzige nachhaltige Antwort ist ein beschleunigter Netzausbau“, so Zypries. Bis 2025 müssten die großen Gleichstromtrassen, die den Strom vom Norden in den Süden transportieren, gebaut sein. Für diese Verfahren sei der Bund zuständig und die Bundesregierung tue alles, um sie zügig voranzubringen. Mit dem Vorrang für Erdkabel sei ein Durchbruch erzielt worden. Bis zur Fertigstellung der Trassen entscheide aber der Ausbau im sogenannten Startnetz, wie viel Strom transportiert werden könne. Für diese Vorhaben sind größtenteils die Länder zuständig.

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Keine Stromtrasse – Kreistag verabschiedet Resolution…

Landkreis Wolfenbüttel: Der Kreistag Wolfenbüttel hat sich in seiner Sitzung am Montagabend mit einer Resolution gegen den Bau einer Stromtrasse im Landkreis Wolfenbüttel ausgesprochen, die durch die Samtgemeinde Baddeckenstedt laufen soll.

Das Gremium sprach sich mit einer großen Mehrheit für die Resolution aus und setzte damit ein Zeichen – durch den Landkreis Wolfenbüttel soll die geplante „SuedLink-Trasse“ nicht verlaufen. Die Projektträger TenneT und Transnet BW hatten Ende September 2016 Trassenkorridorvorschläge für das Projekt „SuedLink“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um zwei Hauptstränge mit zahlreichen Verästelungen zwischen den Anfangs- und Endpunkten Wilster beziehungsweise Brunsbüttel und Grafenrheinfeld beziehungsweise Großgartach.

Der Landkreis Wolfenbüttel wäre in der Samtgemeinde Baddeckenstedt und deren Mitgliedsgemeinde Burgdorf betroffen. Mit der Resolution will der Kreistages Wolfenbüttel ein klares Zeichen setzen und fordert die Bundesnetzagentur auf, bereits im Zuge der Trassenkorridorfindung bei den Projektträgern darauf hinzuwirken, dass der Landkreis Wolfenbüttel von diesem Projekt nicht tangiert wird und Alternativen weiterverfolgt werden.

Eine weitere Stromtrasse sei nicht hinnehmbar, wird in der Resolution befunden. Der Landkreis Wolfenbüttel sei bereits von der Trasse, die unter dem Vorhaben EnLAG-Vorhaben Wahle- Mecklar verfolgt wird, betroffen, dies ebenfalls in den Gemeinden Burgdorf und Baddeckenstedt. Zudem gebe es im Landkreis bereits 70 Windenergieanlagen sowie zwei Freiflächenphotovoltaikanlagen. Außerdem sei ein Ausbau der Windenergie durch die erste Änderung des Regionalen Raumordnungsprogrammes des Zweckverbandes Großraum Braunschweig vorgesehen. Man unterstütze als Kreistag in vollem Umfang die Energiewende der Bundesregierung, man sei aber der Meinung, dass der Landkreis durch die bisherigen Maßnahmen bereits genug belastet sei und als Standort zahlreicher diesbezüglicher Infrastruktureinrichtungen einen mehr als angemessenen Beitrag leisten würde.

TenneT und TransnetBW planen, den Antrag auf Bundesfachplanung bis Ende des ersten Quartals 2017 bei der Bundesnetzagentur einzureichen. Im Anschluss soll das formelle Planungs- und Genehmigungsverfahren mit den darin vorgesehenen Beteiligungsmöglichkeiten starten. Die Trasse soll überwiegend unter der Erde verlegt werden. Quelle http://regionalwolfenbuettel.de 6. Februar 2017 Anke Donner

Südlink und Wahle-Mecklar sorgen für Diskussionen…


Burgdorf: Die Grünen veranstalteten eine Gesprächsrunde.

Zum Thema Energiewende und Netzausbau organisierte der Kreisverband der Grünen einen Diskussionsabend in Burgdorf. Der Energiepolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Volker Bajus, sprach in seinem Vortrag auch über die in Baddeckenstedt umstrittenen Stromtrassen. ( Wahle-Mecklar und SuedLink treffen in Baddeckenstedt zusammen )

Sowohl die Trasse Wahle-Mecklar, als auch der Südlink sollen die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nord-Süd-Achse erhöhen und so für Versorgungssicherheit und Netzstabilität sorgen. Für Wahle-Mecklar sei eine Erdverkabelung möglich und für den Bereich Baddeckenstedt in Planung. ( Gemeinde Burgdorf bis Silium )

Der Südlink solle möglichst unter der Erde verlegt werden. Erdkabel, so Bajus, seien im Hinblick auf des Landschaftsbild und hinsichtlich der Belastung durch Magnetfelder den Hochspannungsmasten vorzuziehen.

In der sich anschließenden Diskussionsrunde standen neben Volker Bajus auch die Experten des Netzbetreibers Tennet Rede und Antwort. Die Anwohner sollten ihre Sorgen hinsichtlich der doppelten Belastung durch den möglichen Trassenverlauf des Südlink, der noch in der Vorschlagsphase sei, deutlich äußern und schriftliche Einwände an das zuständige Amt für regionale Landesentwicklung schicken, so Bajus.

Differenzen gab es zwischen Tennet und den Landwirten, die jedoch an diesem Abend nicht zu lösen waren. Quelle SZ.-Salzgitter 23.01.2017

von links: Holger Barkhau, Angela Bösselmann, Volker Bajus, Ghalia El Boustami, Ehrhard Dette. Bild Bündnis90DieGrünen

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In  Hildesheimer Allgemeinen, schreibt Tarek Abu Ajamieh am 30. September 2016.

Auf die konkrete Nachfrage, was er denn zur Empörung im Raum Baddeckenstedt, Holle, Bockenem und Lamspringe sage, durch die nach der bereits verbindlich geplanten Wechselstrom-Leitung Wahle-Mecklar eine weitere Stromtrasse verlaufen könnte, antwortet Tennet-Chef Lex Hartman. „Solche Einwände sind wichtig, wir müssen sie dann abwägen, am Ende entscheidet die Bundesnetzagentur.“

„Überbündelung?“
Zum Beispiel über Wartjenstedt, das zum größten Streitfall der neuen Trasse werden könnte. Wie berichtet soll östlich des Dorfes der Erdkabel-Abschnitt von Wahle-Mecklar verlaufen, auf der anderen Seite des Ortes ist nun eine der drei Süd.Link-Varianten vorgesehen. „Der Gesetzgeber verlangt eine Bündelung von Infrastruktur-Trassen, aber es gibt auch den Begriff der Überbündelung“, sagte Hartman. „Ich weiß aber nicht, ob der erfüllt ist, wenn links und rechts eines Ortes je 20 Meter breite Erdkabel-Trassen verliefen, „die man ja nicht sieht“. Quelle: Link Hildesheimer Allgemeine,

 

Energiewende direkt Ausgabe 21/16 : Auf dem Weg zu weitgehender Klimaneutralität

Der Klimaschutzplan 2050 weist den Weg zu einem weitgehend treibhausgasneutralen Deutschland und sichert gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie.

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Der Klimaschutzplan 2050 ist beschlossen. Das Bundeskabinett einigte sich auf eine Strategie, wie Deutschland in den nächsten Dekaden zu einem weitgehend treibhausgasneutralen Land werden soll, ohne dabei die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu gefährden. „Wir haben eine sehr gute und ausgewogene Lösung gefunden“, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Er hatte sich in den Verhandlungen dafür eingesetzt, dass die vom Rückgang der Kohleverstromung betroffenen Regionen realistische Perspektiven erhalten. „Nur wenn wir Klimaschutz mit dem Erhalt der industriellen Arbeitsplätze auch in der energieintensiven Industrie verbinden, werden uns andere Länder in unserer sehr ambitionierten Klimaschutzpolitik folgen“, so Gabriel. Die Beratungen hätten sich gelohnt, denn immerhin gehe es um nicht weniger als die strategische Ausrichtung für einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren (das komplette Statement von Sigmar Gabriel finden Sie hier).

 

SuedLink: Verlauf der Stromtrasse noch unklar…

Baddeckenstedt, Ortsteil Oelber am weißen Wege:

Nach der Hildesheimer Allgemeinen berichtet nun auch die Salzgitter-Zeitung, über das Netzbauprojekt SuedLink.

Quelle SZ.-Zeitung 04.11.2016 Udo Starke

Quelle SZ.-Zeitung 04.11.2016 Udo Starke

 

Besucher informierten sich an verschiedene Stände – von einem Modell einer Erdkabel-Trasse mit Baggern und Baufahrzeugen bis hin zu Computer-Bildschirmen.
Die vorgestellte Plattform basiert auf einem Geographischen Informationssystem (GIS). Auf dieser Plattform kann sich jeder Interessierte online einen Überblick über den vorgeschlagenen Verlauf der Erdkabel-Korridore – auch durch unseren Gemeinden – verschaffen und bereits aufgenommene Hinweise anderer Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen.
Diese Beteiligung ist nur noch bis zum 29.11.2016 geöffnet !

Klick hier zum Geographischen Informationssystem GIS https://gis.ilf.com/K509/synserver?project=K509

 

 

SuedLink läuft „auf jeden Fall durch den Kreis“…

Kreis Hildesheim ­ Die Erdkabel der Höchstspannungsleitung Süd.Link sollen auf jeden Fall durch den Landkreis Hildesheim verlaufen. Das hat Tom Wagner, Bürgerreferent des Netzbetreibers Tennet, am Montagabend bei der Bürgerinfo des Unternehmens im Hildesheimer Kreishaus deutlich gemacht. Demnach sei noch völlig offen, ob die Variante durch das Leinetal, durch das Despetal oder durch den Ostkreis (siehe Karte) komme. „Aber einer dieser Korridore wird es am Ende sein“, sagte Wagner und untermauerte damit, was Tennet­Vorstand Lex Hartman vor einigen Wochen gegenüber dieser Zeitung erklärt hatte. „Wir erwarten schon, dass eine der jetzt veröffentlichten Versionen zum Tragen kommt“, so der Holländer damals. Stefan Drygalla­Hein von der Bundesnetzagentur, die am Ende den Korridor aussucht und die Genehmigung erteilt, hieb in dieselbe Kerbe. „Zwar ist in einem solchen Verfahren theoretisch immer noch alles möglich, aber die Wahrscheinlichkeit ist schon sehr hoch, dass es sich bei einer der jetzt präsentierten Varianten konkretisiert.“

Foto dpa

Foto dpa

Überraschung unwahrscheinlich

Drygalla­ Hein wies auf einen wichtigen Unterschied des laufenden „Verfahrens nach Bundesfachplanung“ gegenüber der von der Leitung Wahle­Mecklar bekannten Vorgehensweise hin. Damals sei im Raumordnungsverfahren ein Korridor ausgesucht worden – in der Planfeststellung habe sich die Genehmigungsbehörde aber noch einmal für eine andere Route entscheiden können. „Das ist diesmal nicht so: Wenn wir den einen Kilometer breiten Korridor festlegen, steht fest, dass die genaue Trasse am Ende auch darin liegt“, sagte er. Details gab es noch kaum – bis auf den Hinweis, dass zum Beispiel die Innerste „unterbohrt“ werden soll. Dort will Tennet eine Technik nutzen, die es ermöglicht, auf bis zu einem Kilometer Entfernung Kabel zu verlegen, ohne zu buddeln. Ob diese Methode auch ackerschonend auf der ganzen Strecke angewandt werden könnte, vermochte Tennet­ Mann Wagner nicht zu beantworten: „Klar ist, dass bis zum Baubeginn noch vier Jahre vergehen und die Technik sich weiterentwickelt“, sagte er auf Nachfrage von Guido Franke von der Bürgerinitiative Südkreis. Wagner kündigte an, im Frühjahr werde der Netzbetreiber eine der derzeit drei Varianten als Vorzugstrasse vorschlagen. „Alle drei werden aber in der gleichen Tiefe untersucht“, betonte er. Welche zum Tragen kommt, entscheidet dann die Bundesnetzagentur.

Sachliches Klima bei Bürgerinfo.

Gut 100 Bürger, darunter auch viele Verwaltungs­Vertreter und Kommunalpolitiker, waren am Montagabend zu der Veranstaltung im großen Sitzungssaal des Kreishauses gekommen. Tennet hatte dort verschiedene Stände aufgebaut – von einem Modell einer Erdkabel­ Trasse mit Baggern und Baufahrzeugen bis hin zu Computer­ Bildschirmen, an denen Besucher und Mitarbeiter auf detaillierten Kartenausschnitten lokale Besonderheiten erörterten. Das Klima war mit früheren Veranstaltungen von Tennet zu den Stromtrassen Wahle­Mecklar oder Süd.Link kaum zu vergleichen. Vorwürfe oder Grundsatzdiskussionen über die Energiewende gab es kaum. Da bei Erdkabeln das Landschaftsbild kein Thema mehr ist, waren es vor allem Landwirte, die sich informieren wollten und sich vielfach auch zu Wort meldeten. Ihnen ging es meist um Fragen wie die Erwärmung des Ackerbodens im Bereich der Kabel, um Entschädigungszahlungen für die Nutzung ihrer Felder und entgangene Ernten sowie um die Sorge, ihre Drainagesysteme könnten durch die Bauarbeiten Schaden nehmen.

Weitere Info in Kürze.

In den nächsten Tagen sind in der Region noch zwei weitere Bürgerinformationen von Tennet zu Süd.Link geplant. Gestern von 17 bis 20 Uhr war man im Dorfgemeinschaftshaus Oelber, Kirchkamp 1, um mögliche Auswirkungen im Bereich der Gemeinde Baddeckenstedt, die auch schon durch Wahle­Mecklar berührt ist. Ein weiterer Termin ist am nächsten Dienstag, 8. November, für den Landkreis Peine geplant. Dort betrifft das Projekt unter anderem die Gemeinde Hohenhameln, wo die östliche Süd.Link­Variante verläuft. Die Bürgerinfo ist von 17 bis 20 Uhr im Hotel­Restaurant Schönau in der Peiner Straße 17 in Peine­Stederdorf.

Quelle Hildesheimer Allgemeine von Tarek Abu Ajamieh 01.11.2016