Wähle – Mecklar: Erdkabel-Details bis Ende März ?

Burgdorf / Baddeckenstedt: 25.02.2016

Gibt es einen Erdkabel-Abschnitt bei der geplanten Höchstspannungsleitung von Wahle nach Mecklar? Und wenn ja, wo verläuft er und wie lang wird er? Diese Frage bewegt viele Anlieger im südöstlichen Landkreis Hildesheim und im Raum Baddeckenstedt schon länger. In wenigen Wochen dürfte es darauf erste Antworten geben.

Das geht aus einer Antwort des Netzbetreibers Tennet auf eine Anfrage dieser Zeitung hervor. „Wir prüfen im ersten Schritt den rund 59 Kilometer langen Abschnitt zwischen den Umspannwerken Wahle und Lamspringe erneut um festzustellen, inwieweit und in welchen Bereichen die Verlegung eines Erdkabels möglich ist“, erklärt Pressesprecherin Maren Seiffert

„Nach Abschluss dieser erneuten Prüfung würde sich in dem dann präferierten Bereich die Planung eines Erdkabel-Abschnittes anschließen.“ Mit ersten Ergebnissen sei nach aktuellem Stand Ende März zu rechnen.

Hintergrund: Die Wechselstrom-Trasse von Wahle nach Mecklar, die durch den östlichen und südlichen Landkreis Hildesheim gebaut werden. Sie war ursprünglich komplett als Freileitung geplant. Dagegen regte sich massiver Widerstand von Anliegern und auch in der Politik. Schließlich beschloss der Bundestag ein Pilotprojekt: Auf einem bis zu 20 Kilometer langen Abschnitt sollte die Leitung unter die Erde verlegt werden, auch als Test für künftige Vorhaben. Anders als bei Gleichstrom-Projekten wie Südlink gelten Erdkabel bei Wechselstrom-Verbindungen noch als wenig erprobt und weit entfernt davon, Standard zu sein.

Beim Erörterungstermin für den nördlichen Abschnitt von Wahle-Mecklar hatten sich knapp 200 Anlieger versammelt, vor allem aus der Samtgemeinde Baddeckenstedt, und vehement Erdkabel in ihrer Region gefordert. Was bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die das Verfahren führt, durchaus Eindruck hinterließ. Und dafür sorgte, dass der Bereich Baddeckenstedt als Favorit für den Erdkabel-Passage gilt.

Bild: Hildesheimer Zeitung

Bild: Hildesheimer Zeitung

Zuletzt hatte allerdings wie berichtet auch Lamspringes Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Pletz die Hoffnung geäußert, dass auch seine Kommune von der unterirdischen Verlegung profitiert. Quelle HAZ-25.02.2016 abu

Energiewende 04.2016 Erneuerbare Energien: Faire Chancen im Wettbewerb…

Baake: „Wir brauchen die Bürgerenergiegesellschaften, auch in der nächsten Phase der Energiewende.“

Mehr Strom aus Wind und Sonne:
Mit einem Anteil von 40 bis 45 Prozent bis 2025 und 80 Prozent im Jahr 2050 sollen die erneuerbaren Energien zur tragenden Säule unserer Stromversorgung werden. Dafür ist Deutschland auf dem besten Weg: Im vergangenen Jahr wurde die neue Bestmarke von knapp einem Drittel (32,6%) erreicht; die Technologien sind längst den Kinderschuhen entwachsen und imstande, sich dem Wettbewerb zu stellen.
Deshalb wird die Förderung mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2016 umgestellt – spätestens bis zum nächsten Jahr soll das gelingen. Dann entscheiden nicht mehr Bundestag oder Bundesrat über den Preis für Ökostrom, sondern der Wettbewerb um die kostengünstigste Lösung. Wer bietet weniger?, lautet das Prinzip. Je weniger Fördergelder die Anlagenbetreiber einkalkulieren, desto größer ihre Chance, den Zuschlag bei einer wettbewerblichen Auschreibung zu erhalten und am Ende tatsächlich gefördert zu werden. Klick hier Quelle:.bmwi-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2016

Niedersachsens Trassen-Streit mit Gabriel…

Der Bundesminister mahnt die Landesregierung in Sachen Energiewende. Wenzel wehrt sich mit eigenen ZahlenHannover. Krach um die Energiewende zwischen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und der Landesregierung in Hannover: Landesumweltminister Stefan Wenzel (Grüne) muss sich gegen Vorwürfe aus Berlin wehren, wonach Niedersachsen die Energiewende verschlafe.

Quelle : Foto SZ.-Zeitung

Quelle Salzgitter-Zeitung 04.02.2016 Michael Ahlers

Hannover. Krach um die Energiewende zwischen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und der Landesregierung in Hannover: Landesumweltminister Stefan Wenzel (Grüne) muss sich gegen Vorwürfe aus Berlin wehren, wonach Niedersachsen die Energiewende verschlafe.

„Angesichts der Faktenlage hat der Bund allen Grund, zunächst seine eigenen Hausaufgaben zu erledigen“, keilte Wenzel am Mittwoch zurück.

In einem Brief an die zuständigen Minister der Länder hatte Gabriel das schleppende Tempo des Netzausbaus bedauert. „Weitere Verzögerungen des Netzausbaus können wir uns nicht leisten“, so Gabriel. Was Niedersachsen in Rage bringt, ist aber die Anlage zu dem Schreiben. Unter dem Stichwort „Bedarf und Fortschritt“ beim Netzausbau in Länderzuständigkeit sieht der Bund in einer Info-Grafik Thüringen und Sachsen bei 100 Prozent im Soll, Schleswig-Holstein bei 43 Prozent, Niedersachsen aber ganz am Ende mit „0%“.

„Der Bund zeigt mit dem Finger auf andere“, schimpfte der Grüne am Mittwoch. Der Bund sei bundesweit für 3400 Kilometer Netzausbau verantwortlich, Niedersachsen für 1235 Kilometer. „Das ist bei weitem die längste Strecke“, betonte Wenzel zur Sondersituation Niedersachsens im Vergleich der Bundesländer.

Von diesen 1235 Kilometern seien 326 bereits realisiert, betont Wenzel. Ein Drittel sei im Planfeststellungsverfahren, für weitere 150 Kilometer werde das Planfeststellungsverfahren vorbereitet, 200 Kilometer seien im sogenannten Raumordnungsverfahren. Für 230 Kilometer, rechnete Wenzel vor, stünden die Antragsunterlagen der Unternehmen TenneT und Amprion noch aus. Das sind die sogenannten Vorhabenträger, die die Trassen realisieren sollen.

Bei den fertigen 326 Kilometern handelt es sich allerdings ausschließlich um Strecken, die zum Anschluss von Offshore-Windkraftanlagen auf See ans Netz dienen. Für die Abschnitte an Land ist laut Wenzel Niedersachsen verantwortlich, für die Seeabschnitte der Bund. In Gabriels Bundesrechnung sind diese Kilometer nicht berücksichtigt. Mit 100 weiteren Kilometern Stromtrassen rechnet Niedersachsen zudem bis spätestens zum Sommer. Wenzel sieht das Land bei deutlich über 30 Prozent des Solls.

Für die Verzögerungen im Land macht Niedersachsen unter anderem fehlende Unterlagen zur Planung verantwortlich, aber auch Bürgerproteste vor Ort. Auf der – seit langem umstritten – Trasse Wahle-Mecklar hätten sich Bürger zu Recht gegen Hochspannungsleitungen gewehrt.

Auch Planungen, die teilweise durch Vogelschutzgebiete führten, seien schwierig. „Wir haben Druck beim Bund gemacht, dass Teilerdverkabelung möglich ist“, betonte Wenzel. Das aber führt erst einmal zu Verzögerungen. Wenzel verweist auch auf die komplexen Zuständigkeiten: Der „Suedlink“ von der Elbe bis Nordbayern etwa liege in Verantwortung der Bundesnetzagentur. Für ihn gibt es noch keine konkrete Planung.

„Wir würden den Gabriel-Brief nicht als Brandbrief bezeichnen“, erklärte Regierungssprecherin Anke Pörksen. Die Begeisterung bei Regierungschef Stephan Weil dürfte sich dennoch in Grenzen halten. Denn der Niedersachse Gabriel liefert gute Munition für die Opposition in der Heimat.

„Während unsere norddeutschen Nachbarn ihren Netzausbau vorantreiben, kann Niedersachsen keinen nennenswerten Fortschritt vermelden“, betonte CDU-Fraktionschef Björn Thümler. „Niedersachsen darf kein Nadelöhr für die Energiewende sein. Das System Energiewende ist entscheidend von den Übertragungsnetzen in den Süden abhängig“, mahnte Volker Müller von den Unternehmerverbänden Niedersachsen. Bei Weil und Wenzel soll sich Gabriel bereits persönlich gemeldet haben. „Eine Übersicht zum Fortschritt der Länder liegt diesem Schreiben bei“, hatte der Bundesminister in seinem Brief allerdings ganz am Ende hervorgehoben. Die „Null“ für Niedersachsen sollte also durchaus Wirkung zeigen.

Tennet: Ausblicke 2016

Die nächsten Schritte im Wahle-Mecklar-Projekt


Nach aktuellem Planungsstand erwartet TenneT in der zweiten Jahreshälfte 2016 die Planfeststellungsbeschlüsse für die Leitungsabschnitte A, B und D.

Für den Leitungsabschnitt C rechnet TenneT derzeit mit einem Planfeststellungsbeschluss in der ersten Jahreshälfte 2017. D

Die zeitliche Planung unterliegt der Vorgehensweise der beiden Genehmigungsbehörden, der NLStBV (für die Leitungsabschnitte A, B und C) und dem Regierungspräsidium Kassel (für den Leitungsabschnitt D), sowie den Bestimmungen der gesetzgebenden Stellen des Bundes. Daher sind zeitliche Änderungen vorbehalten. Nachdem die jeweiligen Planfeststellungsbeschlüsse ergangen sind, kann TenneT im Anschluss mit dem Bau der einzelnen Leitungsabschnitte beginnen.

Quelle Tennet

380 kV Trasse Wahle-Mecklar: Stromtrasse östlich von Kassel wird ab 2017 gebaut…

Kreis Kassel. Bald ist es soweit: Das Stromversorgungsunternehmen Tennet rechnet Ende 2016 mit der Baugenehmigung für eine 380-Kilovolt-(kV)-Hochspannungsleitung.

Die Betroffene Kommunen sind mit der Planung zufrieden  !

In diesem Artikel geht es um den Bauabschnitt D von der hessischen Landesgrenze bis zum Umspannwerk Mecklar bei Bad Hersfeld. In diesem 65 Kilometer langen Abschnitt wird es ausschließlich Freileitungen geben, teilt Tennet-Sprecher Markus Liebermann mit.

Kreis Kassel. Bald ist es soweit: Das Stromversorgungsunternehmen Tennet rechnet Ende 2016 mit der Baugenehmigung für eine 380-Kilovolt-(kV)-Hochspannungsleitung.

Baukosten: 97,5 Mio. Euro

Bis zum Sommer werde das Unternehmen die eingegangenen Einwände zur Trassenplanung bearbeitet haben. „Sobald das fertig ist, werden wir bei der Genehmigungsbehörde den Bauantrag stellen.“ Wenn dann voraussichtlich Ende 2016 die Genehmigung vorliege, könne es mit dem Bau Anfang 2017 losgehen.

Klick hier zur Quelle : Hna.de 03.02.16 Boris Naumann / Fa. Tennet