380 kV Wahle-Mecklar, bei der Planung für das Erdkabel steht die TenneT Bürgerreferentin Maren Seiffert “ unter Strom “ …

Burgdorf. Hamster-Suche beginnt erst nach der Ernte 

Kein Zweifel: Beim Bau der 380-kV-Höchstspannungsleitung stehen Tennet-Bürgerreferentin Maren Seiffert und die Planer des Netzbetreibers Tennet buchstäblich unter Strom. Das Planfeststellungsverfahren für die Freileitung von Wahle nach Mecklar läuft immer noch, jetzt kommt als zeitaufwendiges Pilotprojekt das Erdkabel-Teilstück in der Samtgemeinde Baddeckenstedt dazwischen.

Doch schon bei den dazu nötigen Voruntersuchungen, die Erdkabel-Trasse weicht von der für die ursprünglich geplante Freileitung sicher ab, will Tennet diesmal alle Betroffenen mitnehmen.

Wir laden die Landwirte und Grundeigentümer noch einmal am 12. oder spätestens am 19. Mai in das Burgdorfer Gasthaus Zur Traube zu einer Info-Veranstaltung mit unseren Kartierern ein“, kündigt Bürgerreferentin Maren Seiffert an.

Dabei solle genau erklärt werden, wie in Feld und Flur gearbeitet werden soll. Die Fachleute, die den Bestand von Tier und Pflanzenwelt erfassen müssen, haben aber bereits eine Bestandsaufnahme verschoben: Nach Feldhamstern wird erst nach der Ernte gesucht, um nicht frisch bestellte Äcker betreten zu müssen.

Gemeinsam mit der Projektleitung hat die Bürgerreferentin Maren Seiffert diesen Hinweis weitergegeben. Aber was genau sind ihre Aufgaben bei Tennet? „Für die Leitung Wahle-Mecklar verstehe ich mich als Ansprechpartnerin für alle Bürgerbelange und als Schnittstelle zwischen dem Unternehmen Tennet und den Betroffenen beziehungsweise allen Interessierten“, erklärt Seiffert dazu auf SZ-Nachfrage.

Sie organisiert beispielsweise Informationsveranstaltungen und Infomärkte und den Versand von Pressemitteilungen. Maren Seiffert ist Kontaktadresse für Journalisten, Kommunalpolitiker und Interessenverbände.

„Teamintern steuere ich alle Kommunikationsprozesse, informiere die Projektleiter über die Themen, die in puncto Öffentlichkeit anstehen, organisiere Interviews und Gespräche, ,versorge‘ die Homepage und den Newsletter“, fasst Seiffert zusammen.

In Göttingen und Wien hat sie Germanistik, Soziologie und Jura studiert, „viel Sport getrieben und Kultur genossen“. Nach Stationen in Süddeutschland, einer Tätigkeit als selbstständige PR-Beraterin und Kommunikationstrainerin habe sie im Dezember bei Tennet begonnen.

„Hier kann ich alle bisher gesammelten Erfahrungen einbringen“, findet Seiffert, „das macht die Tätigkeit sehr spannend.“ Quelle SZ.-Zeitung 23.04.3016 jwd

DAS PROJEKT

Der Netzbetreiber Tennet nutzt eine Kann-Bestimmung des Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG)für ein Erdkabel-Pilotprojekt für den Drehstrombereich. Im Teilabschnitt A der 380-kV-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar ist der knapp 13 Kilometer lange Teilbereich zwischen Lesse und Binder technisch am anspruchsvollsten und daher für die Erdverkabelung am interessantesten.

 

Salzgitter-Zeitung, 23.04.2016

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Tennet bietet den Grundstückseigentümer Gespäche an…

Burgdorf. Die neue Bürgerreferentin Maren Seiffert koordiniert für den Netzbetreiber Tennet die Kontakte zur Bevölkerung. Sie sei stets für jeden ansprechbar, versichert die Mitarbeiterin des Unternehmens, das gerade mit den Vorbereitungen des Erdkabel-Pilotprojekts in der Samtgemeinde Baddeckenstedt beschäftigt ist. Bevor das Vorhaben konkret geplant werden kann, sind Boden-Kartierungen nötig, auf denen alle Pflanzen und Tiere entlang der möglichen 380-kV-Höchstspannungs-Trasse erfasst werden. Wie das geschieht, erfahren Landwirte und Grundbesitzer im Mai. jwd

 

Baddeckenstedt – Burgdorf: Kabel kommt unter die Erde !

Das Interesse war riesig: 200 Bürger kamen zur Informationsveranstaltung des Stromnetz-Betreibers Tennet in Burgdorf. Die Firmenvertreter informierten über die geplante Erdverkabelung der 380-kV-Leitung im Bereich Salzgitter, Wolfenbüttel, Hildesheim. Volker Schäfer, Sprecher der Bürgerinitiative, zog eine positive Zwischenbilanz.

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Der Netzbetreiber Tennet informiert über die geplante Erdverkabelung.

“ Es darf auf allen Seiten, insbesondere bei den nun betroffenen Landwirten, keine Verlierer geben.“ sagt Volker Schäfer von der Bürgerinitiative Erdkabel Innerstetal und Umgebung.

200 Bürger und Grundstückseigentümer kamen zur zweiten Informationsveranstaltung des Stromnetz-Betreibers Tennet in die Gaststätte Zur Traube nach Burgdorf. Das Interesse an diesem Thema in Burgdorf und Umgebung ist nach wie vor ungebrochen.

Seit Beginn der Planungen für die 380-kV-Leitung zwischen Wahle und Mecklar war sie gewünscht, nun kann sie Gewissheit werden: die teilweise Erdverkabelung im Leitungsbereich Salzgitter/Wolfenbüttel/Hildesheim. Die Erdverkabelung im dritten Teil des Leitungsabschnitts A wird möglich, weil im Dezember die Bundesregierung das Energieleitungsausbaugesetz geändert hat und so die einst geplante Freilandleitung zwischen Wahle und Mecklar als Pilotprojekt zur Erdverkabelung ausgewiesen wurde.

Die Vorprüfung des Netzbetreibers Tennet hatte ergeben, dass dieser Abschnitt ein „vorzugswürdiger“ Untersuchungsraum für eine Pilotstrecke sei. Der betroffene Abschnitt beginnt bei Lesse, geht westlich an Westerlinde vorbei und führt weiter zwischen Rhene und Binder in Richtung Süden. Das etwa 12,6 Kilometer lange Erdkabel soll die geplante 16 Kilometer lange Freilandleitung ersetzen und entschärft dann unter anderem die umweltfachlichen Konflikte rund um das Naturschutzgebiet Innerstetal.

Mit den neuen Planungen rannte Netzbetreiber Tennet offene Türen bei den betroffenen Bürgern ein. Volker Schäfer, Sprecher der Bürgerinitiative, zog eine positive Zwischenbilanz: „Das, was wir wollten, bekommen wir jetzt mit der Erdverkabelung.“ Wenige kritische Stimmen gab es allerdings bezüglich der „fehlenden Information für die Eigentümer im Vorfeld“.

Tennet-Projektleiter Walther Hensel reagierte, nahm gleich alle Kontaktdaten der Grundstückeigentümer auf, die zur Versammlung gekommen waren. Der Tennet-Vertreter machte deutlich, dass man sich durchaus Gedanken über die Einwände der Landwirte mache.

Zur Diskussion stand die elektromagnetische Strahlung oder auch die Wärmeentwicklung. Projektleiter Hensel erklärte, dass die Wärmeentwicklung bei dauerhafter Volllast maximal 1 Grad an der Oberfläche betrage. Tennet plane zudem, die Ergebnisse zur Prüfung des Untersuchungsraumes, die in den nächsten Wochen stattfinde, im Sommer bekanntzugeben.

Zum Abschluss der Veranstaltung sagte BI-Sprecher Schäfer: „ Es darf auf allen Seiten, insbesondere bei den nun betroffenen Landwirten, keine Verlierer geben.“ Quelle Salzgitter-Zeitung 16.04.2016 Torsten Bogdenand

Die erste von zwei Infoveranstaltungen der TenneT fand in Binder statt…

Für den Raum  Baddeckenstedt, hatte die TenneT zu einer Informationsveranstaltung , nach Binder eingeladen .

Bild:TenneT

Im vollbesetzten Dorfgemeinschafthaus verfolgten 120 Besucher die Erläuterungen, die vom Leiter der Planung Wahle-Mecklar Walter Hensel, vorgetragen wurde.

Für die Bewohner der Gemeinde Burgdorf , besteht heute die Möglichkeit einen interessanten Einblick in das Bauvorhaben Wahle – Mecklar zu gewinnen.

Die Infoveranstaltung, „Vorstellung Suchraum Erdkabelprojekt im Leistungsabschnitt A “  beginnt 19:00 Uhr, im Gasthaus “ Zur Traube “ in Burgdorf.

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380 kV Trasse: Es soll keine Verlierer beim Erdkabel geben…

Samtgemeinde und Bürgerinitiative begrüßen die Tennet-Entscheidung.

Es sei ein Tag der Freude, so kommentierten die Verantwortlichen der Burgdorfer Bürgerinitiative und der Samtgemeinde die Ankündigung, die 380-kV-Höchstspannungsleitung in ihrem Bereich als Erdkabel zu verlegen.

Die Menschen würden vor den Belastungen einer Freileitung geschützt und die Umwelt geschont, Wertverluste in den Immobilien am Rande einer Megamasten-Trasse vemieden. „Aber feiern werden wir erst, wenn die, die jetzt die Last tragen, auch angemessen entschädigt werden“, kündigte BI-Vertreter Peter Rösch bei einem Treffen mit Samtgemeinde-Bürgermeister Jens Range an.

Es müsse ein Boden-Monitoring geben, forderte auch Range. Mit dem müsse 15 Jahre lang die Qualität der für die Erdkabeltrasse genutzten Böden überprüft werden. Die betroffenen Landwirte sollen angemessen entschädigt werden. Und das nicht nur während der Bauphase, in der ein etwa 45 Meter breiter Streifen für Verlegearbeiten benötigt wird. Anschließend dürfen auf der 25 Meter breiten Trasse keine Bäume oder Sträucher wachsen, wohl aber Getreide oder selbst tiefer wurzelnder Mais.

„Wenn dort Erträge sinken, fordern wir eine Beweislast-Umkehr“, erklärte Range. Kein Landwirt soll beweisen müssen, dass dies wegen der Erdkabel, ihrer möglichen Erwärmung oder eventuell verschlechterter Bodenstruktur nach den Bauarbeiten passiert. Der Netzbetreiber müsse vielmehr das Gegenteil belegen.

Dass dieser Abschnitt und beispielsweise keiner im Landkreis Peine Pilotstrecke wird, habe sich bei den Erörterungsterminen angedeutet. „Da wurde deutlich, dass wir in den Gemeinden Burgdorf und Baddeckenstedt die meisten Probleme haben“, sagte Volker Schäfer. Und dass nicht nur, weil damals etwa 180 Einwender persönlich teilnahmen. „Auch die Qualität unserer Argumente hat gewirkt“, ist Schäfer sicher.

Rösch betonte, dass die 12,6-Kilometer-Strecke nicht ausgewählt wurde, weil sie im Wahlkreis von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel liege. Dem Sozialdemokraten sei die BI dankbar, weil der zugehört habe, als die Sorgen um Westerlinde diskutiert wurden. Zudem werden auch Menschen in der Gemeinde Holle und in der Salzgitter profitieren.

Letztlich habe die Tennet nach objektiven Kriterien den Abschnitt für die Erdverkabelung ausgewählt, der die größten Herausforderungen für die Bau- und Elektrotechnik biete. Die sind nach Ranges Auffassung nicht angreifbar und auch rechtlich einwandfrei.

„Sie werden hier wichtige Erkenntnisse für den Betrieb eines engmaschigen Erdkabelnetzes gewinnen“, ist Rösch überzeugt. Ein echtes Pilotprojekt eben.

Quelle SZ.-Zeitung 09.04.2016 Jörg David

380 kV Trasse: Zwei Informationsveranstaltungen, zur Teilerdverkabelung…

Infoveranstaltung der Firma TenneT zu einer Erdkabeltrasse in der Umgebung des Autobahndreiecks Salzgitter

Am Mittwoch, 13. April, von 19 bis 21 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Binder, Hauptstraße 25,

sowie für Donnerstag, 14. April, ebenfalls von 19 bis 21 Uhr Gaststätte „Zur Traube“ in Burgdorf, Hauptstraße 7.

Der Vorhabenträger der 380kV-Leitung Wahle-Mecklar (TenneT) führt zwei Informations- veranstaltungen über eine Erdverkabelung der Trasse im Bereich der Samtgemeinde Baddeckenstedt und Umgebung durch.

Die Samtgemeinde Baddeckenstedt und die Bürgerinitiative „Erdkabel Innerstetal und Umgebung“ bitten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger an diesen Informationsabenden teilzunehmen.

Die Bürger des Gebietes der Gemeinde Baddeckenstedt werden am
Mittwoch, 13.04.2016 um 19:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Binder, Hauptstr. 25, informiert.

Für die Bürger der Gemeinde Burgdorf ist der Infoabend                                                                                              Donnerstag, 14.04.2016 um 19:00 Uhr in Burgdorf in der Gaststätte „Zur Traube“, Hauptstr. 7 vorgesehen.

Gemeinsam vertreten wir die Auffassung, dass Sie als Bürgerinnen und Bürger hier umfassende Informationen zur Erdverkabelung erhalten können. Es ist nach wie vor dringend notwendig, dass Sie als Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit uns Ihren unbedingten Willen zur Erdverkabelung der Trasse in unserem Gemeindegebiet durch Ihre Anwesenheit und Ihr Engagement noch einmal dokumentieren.
Wir müssen noch einmal dieselbe Geschlossenheit zeigen wie im Erörterungstermin in Hildesheim.
In den Informationsveranstaltungen wird TenneT für die Erdkabeltrasse einen entsprechenden „Suchraum für eine neue Trasse“präsentieren, der durchaus von dem bisher im Planfeststellungsverfahren stehenden Trassenverlauf der Freileitung abweichen wird.
Über eine rege Beteiligung würden wir uns im Interesse unserer gemeindlichen Weiterentwicklung sehr freuen.

Jens Rang Samtgemeindebürgermeister Baddeckenstedt
Volker Schäfer Sprecher der Bürgerinitiative Erdkabel Innerstetal und Umgebung

380 kV Trasse: Erdkabel-Korridor steht…

Mit dieser Überschrift geht die Hildesheimer Zeitung an die Öffentlichkeit !

Bild: Hildesheimer Zeitung


Kreis Hildesheim (abu) – Die Höchstspannungsleitung von Wahle nach Mecklar soll zwischen Söhlde und Sillium insgesamt 12,6 Kilometer als Erdkabel verlaufen. Das geht aus Plänen hervor, die der Netzbetreiber Tennet am Donnerstag vorgestellt hat. Damit bestätigt sich, was diese Zeitung bereits vor einer Woche exklusiv berichtet hatte. Der Abschnitt soll als Modellprojekt dienen, um Erdkabel bei Wechselstrom-Fernleitungen zu erproben. Die
Fertigstellung der 380-Kilovolt-Verbindung, die als wichtiger Baustein der Energiewende gilt, dürfte sich dadurch noch einmal um rund zwei Jahre verzögern.

Kommentar von Tarak Abu Ayamieh.

Zudem dürfte die Leitung um 90 bis 100 Millionen Euro teurer werden – was sich auf die Stromkosten des einzelnen Verbrauchers allerdings kaum auswirken dürfte. Denn die gesamten Baukosten von Wahle-Mecklar werden – wie auch die vieler anderer Leitungsbauten – über mehrere Jahre auf alle Stromverbraucher umgelegt. Vor allem im Raum Baddeckenstedt überwog gestern die Freude: Dort hatten Bürgerinitiativen besonders engagiert gegen die Freileitung gekämpft.
Wie diese Zeitung bereits in der vergangenen Woche exklusiv berichtete, soll das Erdkabel etwas weiter östlich verlaufen als die ursprünglich geplante Freileitung. So soll sie zwischen Wartjenstedt und Binder einerseits sowie Baddeckenstedt andererseits hindurchführen, rückt also von mehreren Dörfern in der Nachbargemeinde Holle weg. Die Leitung soll südlich des Söhlder Kreideabbaus in der Erde verschwinden und 12,6 Kilometer weiter südlich bei Sillium wieder auftauchen – östlich der Autobahn 7 – um dann wieder die ursprüngliche Route in Richtung Lamspringe und Göttingen aufzunehmen.
Durch die neuen Pläne verzögert sich der Bau der Verbindung zwischen den Umspannwerken Wahle bei Peine und Mecklar in Nordhessen weiter. Bevor eine Gesetzesänderung im vergangene Jahr die Erdkabel-Pilotstrecke möglich machte, war Tennet davon ausgegangen, dass die Leitung im Jahr 2018 steht. Der neue Zeitplan sieht in der optimistischen Version Ende 2020 vor. Baubeginn auf dem nördlichen Abschnitt A zwischen Wahle und Lamspringe
soll nun im Jahr 2019 sein. Was auch davon abhängig ist, wie schnell das erneute Planfeststellungsverfahren samt Öffentlichkeitsbeteiligung vonstatten geht. Unklar ist dabei noch, ob der gesamte 59 Kilometer lange Abschnitt A noch einmal ins Verfahren geht oder nur die neue Erdkabel-Passage.
Die neuen Tennet-Pläne zeigen noch lange keine Trasse, sondern nur einen sogenannten Suchraum – einen 300 Meter bis zwei Kilometer langen Korridor, innerhalb dessen das Erdkabel kommen soll. So ist zum Beispiel noch unklar, ob die Leitung am Ende westlich oder östlich des Dorfes Westerlinde verläuft.
Dem Ja zur Erdkabel-Trasse war ein jahrelanger Streit vorausgegangen. Mehrere Bürgerinitiativen entlang der geplanten Leitung forderten Erdkabel, ihr Hauptargument war die Verschandelung des Landschaftsbildes durch die sogenannten „Megamasten“. Tennet hielt dagegen, mit Erdkabel bei Wechselstrom-Fernleitungen gebe es keinerlei Erfahrungen. Im Vorjahr beschloss der Bundestag aufgrund es öffentlichen Drucks aber, Erdkabel-Pilotprojekte von zehn bis 20 Kilometern Länge vorzusehen – eins davon zwischen Wahle und Lamspringe.
Aus den Reihen der Trassenanlieger gab es dafür viel Lob, aber auch Spott: Baddeckenstedt werde das Erdkabel bekommen, weil es im Wahlkreis von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel liege, so die Kritik. Doch für die nun gewählte Passage sprechen vor allem sachliche Gründe, betonte gestern Walther Hensel, bei Tennet der Gesamtprojektleiter für Wahle- Mecklar. Wenn das Pilotprojekt wirklich Erkenntnisse für spätere Bauvorhaben bringen solle, brauche man unter anderem möglichst kein reines Flachland, eine Stelle, an der über eine längere Strecke deutlich tiefer gegraben werden müsse (Düker), und eine „Querung anspruchsvoller Kreuzungsobjekte“. Diese Bedingungen erfülle das Gebiet zwischen Söhlde und Sillium am besten. Unter anderem plant Tennet dort eine 500 Meter lange Unterführung
unter dem Asselgraben und muss die Bahnlinie Hildesheim-Goslar kreuzen.

Insgesamt fünf mögliche Erdkabel-Korridore habe Tennet ausgeguckt – keiner erfülle so viele Kriterien wie der nun gewählte.

Baddeckenstedts Samtgemeindebürgermeister Jens Range reagierte „grundsätzlich sehr erfreut“. Nach zehn Jahren Einsatz habe man „endlich eine Erdkabel-Variante auf dem Tisch“. Nun sei allerdings wichtig, dass bei aller Freude vieler Bürger darüber nicht die Belange der Landwirte vergessen würden, um deren Felder es nun gehe: „Es darf keine Verlierer geben.“

Tennet lädt für nächste Woche zu zwei Info-Veranstaltungen ein: Am Mittwoch, 13. April, von 19 bis 21 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus Binder, Hauptstraße 25, sowie für Donnerstag, 14. April, ebenfalls von 19 bis 21 Uhr in der Gaststätte „Zur Traube“ in Burgdorf, Hauptstraße 7.