380 kV Trasse: Nun geht die geplante Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar tatsächlich teilweise „Ab in die Erde“…

Quelle Salzgitter-Zeitung 08.04.2016 Jörg Werner David

Tennet plant jetzt mit Erdkabel

Es ist eine alte Forderung der Bürgerinitiativen zwischen Berel und Binder, die durch zahlreiche nach unten zeigende gelbe Pfeile symbolisiert wird. Nun geht die geplante Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar tatsächlich teilweise „Ab in die Erde“.

Bei planungsbegleitenden Ausschuss-Sitzungen in Braunschweig und Hildesheim informierte der Netzbetreiber Tennet darüber, dass es im Bereich der Gemeinden Burgdorf und Baddeckenstedt eine Erdverkabelung mit Wechselstromtechnik gibt. Das Pilotprojekt wird durch das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) ermöglicht.

Die wichtigste Prämisse sei dabei, Beeinträchtigungen für Mensch und Umwelt so gering wie möglich zu halten, versicherte Gesamtprojektleiter Walther Hensel. Es sei aber auch wichtig, dass der Testbereich möglichst große Herausforderungen für Leitungsbauer und Betreiber bietet.

Im Abschnitt A zwischen Wahle und Lamspringe haben die Planer um Projektleiter Tobias Schneider fünf Planungs-Ellipsen über die Trasse gelegt, um diese auf ihre Eignung für das Pilotprojekt zu prüfen. Später muss alles neu untersucht werden, denn für ein Erdkabel gelten ganz andere Vorgaben als für die Megamasten, die beispielsweise mindestens 500 Meter von einer Ortslage entfernt aufgestellt werden dürfen.

Bei der Bewertung der fünf Ellipsen sammelte das 12,6 Kilometer lange Mittelstück die meisten Pluspunkte für technische Herausforderung. Allen voran die Unterquerung der Innerste.

Die Pilotstrecke dürfte 3,3 Kilometer kürzer ausfallen, als derzeit mit der Freileitung geplant ist. Dafür verursachen zwei Kabelübergangsstellen Zusatzkosten. Das Erdkabel durchschneide die Landschaft weniger, müsse aber umweltverträglich in Asselgraben-Niederung und Innerstetal verlegt werden.

Die Tennet beginnt mit der Bürgerbeteiligung (siehe Info). „Nach Gesprächen mit den Grundstückseigentümern möchten wir den Baugrund untersuchen, um den genauen Trassenverlauf zu ermitteln“, so Hensel. Im Juni 2017 sollen die neuen Unterlagen das Planfeststellungsverfahren durchlaufen, 2019 soll es beendet sein.

INFOTERMINE

TenneT informiert über die geplante Wechselstrom-Leitung Wahle-Mecklar. Diese Runden finden statt am Mittwoch, 13. April, von 19 bis 21 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Binder, Hauptstraße 25, sowie am

Donnerstag, 14. April, in der Zeit von 19 bis 21 Uhr, in der Gaststätte Zur Traube in Burgdorf, Hauptstraße 7.

380 kV Trasse, Leistungsabschnitt A: Erdkabel-Korridor steht..

Quelle Hildesheimer Zeitung  abu 31.03.2016

Die Höchstspannungsleitung von Wahle nach Mecklar soll zwischen Söhlde und Sillium insgesamt 12,6 Kilometer als Erdkabel verlaufen !

Das geht aus Plänen hervor, die der Netzbetreiber Tennet am Donnerstag vorgestellt hat. Damit bestätigt sich, was diese Zeitung bereits vor einer Woche exklusiv berichtet hatte. Der Abschnitt soll als Modellprojekt dienen, um Erdkabel bei Wechselstrom-Fernleitungen zu erproben. Die Fertigstellung der 380-Kilovolt-Verbindung, die als wichtiger Baustein der Energiewende gilt, dürfte sich dadurch noch einmal um rund zwei Jahre verzögern. Zudem dürfte die Leitung um 90 bis 100 Millionen Euro teurer werden – was sich auf die Stromkosten des einzelnen Verbrauchers allerdings kaum auswirken dürfte. Denn die gesamten Baukosten von Wahle-Mecklar werden – wie auch die vieler anderer Leitungsbauten – über mehrere Jahre auf alle Stromverbraucher umgelegt.

Vor allem im Raum Baddeckenstedt überwog gestern die Freude: Dort hatten Bürgerinitiativen besonders engagiert gegen die Freileitung gekämpft. Wie diese Zeitung bereits in der vergangenen Woche exklusiv berichtete, soll das Erdkabel etwas weiter östlich verlaufen als die ursprünglich geplante Freileitung. So soll sie zwischen Wartjenstedt und Binder einerseits sowie Baddeckenstedt andererseits hindurchführen, rückt also von mehreren Dörfern in der Nachbargemeinde Holle weg. Die Leitung soll südlich des Söhlder Kreideabbaus in der Erde verschwinden und 12,6 Kilometer weiter südlich bei Sillium wieder auftauchen – östlich der Autobahn 7 – um dann wieder die ursprüngliche Route in Richtung Lamspringe und Göttingen aufzunehmen.

Durch die neuen Pläne verzögert sich der Bau der Verbindung zwischen den Umspannwerken Wahle bei Peine und Mecklar in Nordhessen weiter. Bevor eine Gesetzesänderung im vergangene Jahr die Erdkabel-Pilotstrecke möglich machte, war Tennet davon ausgegangen, dass die Leitung im Jahr 2018 steht. Der neue Zeitplan sieht in der optimistischen Version Ende 2020 vor. Baubeginn auf dem nördlichen Abschnitt A zwischen Wahle und Lamspringe soll nun im Jahr 2019 sein. Was auch davon abhängig ist, wie schnell das erneute Planfeststellungsverfahren samt Öffentlichkeitsbeteiligung vonstatten geht. Unklar ist dabei noch, ob der gesamte 59 Kilometer lange Abschnitt A noch einmal ins Verfahren geht oder nur die neue Erdkabel-Passage.

Die neuen Tennet-Pläne zeigen noch lange keine Trasse, sondern nur einen sogenannten Suchraum – einen 300 Meter bis zwei Kilometer langen Korridor, innerhalb dessen das Erdkabel kommen soll. So ist zum Beispiel noch unklar, ob die Leitung am Ende westlich oder östlich des Dorfes Westerlinde verläuft.

Dem Ja zur Erdkabel-Trasse war ein jahrelanger Streit vorausgegangen. Mehrere Bürgerinitiativen entlang der geplanten Leitung forderten Erdkabel, ihr Hauptargument war die Verschandelung des Landschaftsbildes durch die sogenannten „Megamasten“. Tennet hielt dagegen, mit Erdkabel bei Wechselstrom-Fernleitungen gebe es keinerlei Erfahrungen. Im Vorjahr beschloss der Bundestag aufgrund es öffentlichen Drucks aber, Erdkabel- Aus den Reihen der Trassenanlieger gab es dafür viel Lob, aber auch Spott: Baddeckenstedt werde das Erdkabel bekommen, weil es im Wahlkreis von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel liege, so die Kritik. Doch für die nun gewählte Passage sprechen vor allem sachliche Gründe, betonte gestern Walther Hensel, bei Tennet der Gesamtprojektleiter für Wahle- Mecklar.

Wenn das Pilotprojekt wirklich Erkenntnisse für spätere Bauvorhaben bringen solle, brauche man unter anderem möglichst kein reines Flachland, eine Stelle, an der über eine längere Strecke deutlich tiefer gegraben werden müsse (Düker), und eine „Querung anspruchsvoller Kreuzungsobjekte“. Diese Bedingungen erfülle das Gebiet zwischen Söhlde und Sillium am besten. Unter anderem plant Tennet dort eine 500 Meter lange Unterführung unter dem Asselgraben und muss die Bahnlinie Hildesheim-Goslar kreuzen. Insgesamt fünf mögliche Erdkabel-Korridore habe Tennet ausgeguckt – keiner erfülle so viele Kriterien wie der nun gewählte.

Baddeckenstedts Samtgemeindebürgermeister Jens Range reagierte „grundsätzlich sehr erfreut“. Nach zehn Jahren Einsatz habe man „endlich eine Erdkabel-Variante auf dem Tisch“. Nun sei allerdings wichtig, dass bei aller Freude vieler Bürger darüber nicht die Belange der Landwirte vergessen würden, um deren Felder es nun gehe: „Es darf keine Verlierer geben.“

Tennet lädt für nächste Woche zu zwei Info-Veranstaltungen ein: Am Mittwoch, 13. April, von 19 bis 21 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus Binder, Hauptstraße 25, sowie für Donnerstag, 14. April, ebenfalls von 19 bis 21 Uhr in der Gaststätte „Zur Traube“ in Burgdorf, Hauptstraße 7.

Leistungsabschnitt A der 380-kV-Höchstspannungsfreileitung Wahle – Mecklar zwischen den Umspannwerken Wahle und Lamspringe

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Aus der Internetseite der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr :

Hannover:

Die Tennet TSO GmbH hat für den Bau des Teilabschnittes A der 380-kV-Höchstspannungsfreileitung Wahle – Mecklar zwischen den Umspannwerken Wahle und Lamspringe die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens beantragt.

Die Planung umfasst die Errichtung und den Betrieb der 380-kV-Höchstspannungsfreileitung LH-10-3033 zwischen dem Umspannwerk (UW) Wahle und dem neu zu errichtenden UW Lamspringe. Der beantragte Leitungsabschnitt wird als Teilabschnitt A bezeichnet und ist einer von vier planfestzustellenden Abschnitten, in welche die geplante 380-kV-Höchstspannungsfreileitung Wahle – Mecklar aufgeteilt ist.

Der Erörterungstermin fand vom 4. bis 6. Mai 2015 und am 8. Mai 2015 in Hildesheim statt. Schwerpunkte der Erörterung waren u. a. die Forderung nach einer Erdkabelverlegung, mögliche Beeinträchtigungen durch elektromagnetische Felder, Wertverlust der Immobilien, mögliche negative Auswirkungen auf Natur und Landschaft sowie Bewirtschaftungseinschränkungen durch vorgesehene Maststandorte. Auch die Forderung nach einem geänderten Trassenverlauf im Bereich der Gemeinde Burgdorf wurde diskutiert.

Derzeit prüft die Vorhabenträgerin auf der Grundlage des im Dezember 2015 geänderten Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG), in welchem Bereich der 380-kV-Leitung von Wahle bis Lamspringe ein 10 bis 20 km langer Erdkabelabschnitt geplant werden kann. Die Vorhabenträgerin beabsichtigt, das Ergebnis noch im Frühjahr 2016 bekannt zu geben.

Der vollständige Text  hier: Quelle – www.strassenbau.niedersachsen.de/portal

 

 

380 kV Wahle – Mecklar: Leistungsabschnitt B

EINBECK: Die Wochenzeitung “ Die Eule “ veröffentlichte am 02.04.2016 

Wahle-Mecklar, Pläne liegen ab 4. April zur Einsicht aus.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStbV) in Hannover hat als zuständige Planfeststellungsbehörde das erste Planänderungsverfahren für den Leitungsabschnitt B der Wahle-Mecklar Leitung – zwischen dem Umspannwerk Lamspringe (Landkreis Hildesheim) und dem Umspannwerk Hardegsen im Landkreis Northeim – eingeleitet.

Im Rahmen der Planänderung liegen die aktualisierten Planunterlagen in der Zeit vom 4. April bis 3. Mai öffentlich in den Städten und Gemeinden entlang des Leitungsabschnitts B aus. Dies sind die Flecken Lamspringe, Delligsen und Nörten-Hardenberg, die Städte Bad Gandersheim, Einbeck, Northeim, Moringen, Hardegsen und Alfeld sowie die Gemeinde Landwehr.

Bürger, Bürgerinitiativen, Verbände, Gemeinden und Behörden haben bis zum 17. Mai Zeit, offiziell zu den Planänderungen Stellung zu nehmen. Während der Auslegungszeit stellt TenneT die geänderten Planunterlagen auch im Internet zur Verfügung. Ab Montag, 4. April, können diese unter www.tennet.eu/de/ netz – und – projekte /on- shore – projekte / wahle- mecklar / verfahrensstand/ downloads.html eingesehen werden. Nach Ablauf der Einwendungsfrist über- gibt die Planfeststellungsbehörde die eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen zur fachtechnischen Bewertung an TenneT.

Die finale Beantwortung der Einwendungen und Stellungnahmen erfolgt durch die Planfest- stellungsbehörde.

Zum vollständigen Text auf Seite 6 Quelle: http://ep.leinetal24.de/bkbackoffice/getcatalog.do?catalogId=102800

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