Salzgitter-Zeitung 01.10.2016 /. Südlink-Trasse läuft komplett unterirdisch…

BADDECKENSTEDT Laut Entwurf berührt sie die Samtgemeinde westlich von Nordassel. Dort sollen Landwirte entschädigt werden.

Wir haben jetzt mit 100 Prozent Erdverkabelung geplant“, sagt Tennet-Geschäftsführer Lex Hartmann. Zwei Trassen, insgesamt acht Kabel, mit einer Leistung von vier Gigawatt sollen in 1,80 Meter Tiefe und in bis zu 25 Meter Breite Windstrom aus den Norden in den Süden der Bundesrepublik transportieren – als Gleichstrom-Leitung.

Sollte sich der Entwurf des Stromnetzbetreibers Tennet mit der östlichen Trasse durchsetzen, wäre auch die Samtgemeinde von der Südlink-Stromautobahn betroffen. Die Erdverkabelung verliefe dann westlich von Nordassel. Bis zum Baustart 2020/2021 könne sich die Technologie allerdings noch ändern: Dann würden die vier Gigawatt Strom in 525 Kilo-Volt-Kabeln übertragen, statt acht Kabel müssten also nur vier verlegt werden, die Trasse würde mit bis zu 18 Metern deutlich schmaler werden. Die Bauzeit der gesamten Südlink-Trasse wird mit vier Jahren kalkuliert.

Die Erdverkabelung hatten sich viele Gemeinden und Bürger gewünscht. Auch Baddeckenstedt hatte im Zuge des zweiten Stromprojekts – den Bau der 230 Kilometer langen Tennet-Hochspannungsleitung vom niedersächsischen Wahle ins nordhessische Mecklar – Sorge, dass es mit der Südlink-Trasse von Masten umgeben werden würde.

Der künftige Samtgemeindebürgermeister Klaus Kubitschke äußerte gegenüber unserer Zeitung am Mittwoch bereits, dass er allerdings auch zwei erdverkabelte Stromtrassen durch Baddeckenstedter Boden für „sehr misslich“ halte. Tennet-Pressesprecher Matthias Fischer rechnet mit einem Baustart der Wahle-Mecklar-Leitung Anfang 2017. Vor Baustart der Südlink-Trasse müssten die Pläne von der zuständigen Planungsbehörde, der Bundesnetzagentur, erst genehmigt werden.

„Zurzeit sind wir noch in der Vorphase und möchten mit den Anwohnern und Landwirten ins Gespräch kommen“, sagt Hartmann. Bedenken, auch in Bezug auf die Wahle-Mecklar-Trasse, nehme man ernst. Zudem versuche man, die Trassenpläne mit bereits vorhandener Infrastruktur, sprich: bereits im Boden verlegten Leitungen, zu verbinden.

Ab Anfang Oktober bietet Tennet Informations-Foren in den betroffenen Landkreisen an. Auch in Wolfenbüttel ist eines voraussichtlich am 2. November geplant. Für Landwirte gibt es zusätzliche Veranstaltungen. Diese sollen auch für etwaigen Ernte-Ausfall etc. Entschädigungen erhalten. Quelle SZ.-Zeitung 01.11.2016 Hannah Schmitz

Quelle TenneT

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Übersichtskarte Vorschläge für Erdkabel-Korridore hier: http://www.tennet.eu/de/unser-netz/onshore-projekte-deutschland/suedlink/erdkabel-korridore/karten/