Am Montag 05.12.2016 findet die 1. Sitzung des Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Bauen, Klimaschutz und Atommüllrückholung des Landkreises Wolfenbüttel statt….

Wolfenbüttel: Zur 1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft, Bauen, Klimaschutz und Atommüllrückholung lädt der Landkreis Wolfenbüttel ein.

Die Sitzung findet im großen Sitzungssaal, Bahnhofstr. 11, 38300 Wolfenbüttel, statt.
Beginn 18:30 Uhr .

In dieser Sitzung kommt auch der Asbesthaufen in Westerlinde zur Sprache, aber auch der Tagesordnungspunkt 13 ist ein wichtiger Anlass an der Sitzung teilzunehmen !

Auf der öffentlichen Sitzung stehen folgende Tagesordnungspunkte:

Ö1Eröffnung der Sitzung
Ö2Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und Beschlussfähigkeit (§§ 23
Ö3Feststellung der Tagesordnung (§§ 23, 4c GO)
Ö4Bestimmung einer/eines stellvertretenden Ausschussvorsitzenden
Ö5Pflichtenbelehrung der ehrenamtlich Tätigen gemäß § 43
Ö6Anfragen (§§ 23, 4e GO)
Ö6.1Einwohnerfragestunde (§§ 23, 16 GO)
Ö6.2Anfragen von Kreistagsmitgliedern/ Ausschussmitgliedern (§§ 23
Ö7Anträge (§§ 23, 4f GO)
Ö8Haushaltssatzung des Landkreises Wolfenbüttel für das Haushaltsjahr

Ö9Rückholung des Atommülls aus der Schachtanlage Asse II – Krebsregister
Ö10Wirtschaftsdüngermanagement Niedersachsen Bericht Verwaltung
Ö11Verordnung über das Naturschutzgebiet „Oker- und Eckertal“

Ö12Verordnung über die Verkürzung der Schonzeit für Rehwild im Landkreis

Ö13Trassenverlauf SUEDLINK in der Samtgemeinde Baddeckenstedt, Ostvariante Sachstand zur Erdverkabelung der Strecke Wahle-Mecklar (380-KV-Leitung) in der Samtgemeinde Baddeckenstedt
Ö14Projekte des Umweltamtes hier: Bericht der Verwaltung
Ö15Unterrichtung durch die Landrätin über wichtige Angelegenheiten (§ 85
Ö16Einwohnerfragestunde (§§ 23, 16, 4 j GO)

In der Einwohnerfragestunde können wir dann auch unsere Sorgen und Bedenken, an die Landkreisvertreter zur Sprache bringen.

BI Erdkabel Innerstetal und Umgebung
Wolfgang Börner

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Burgdorfer Rat lehnt die geplante Südlink-Trasse ab…

Burgdorf: In einer Stellungnahme spricht die lokale Politik von einer unzumutbaren Doppelbelastung.

Der Stein des Anstoßes für Burgdorf ist das Trassenkorridorsegment 053 der östlichen Planungsvariante für die Stromautobahn Südlink. Es wäre die zweite große Stromtrasse auf dem Gebiet der Gemeinde: Nur wenige hundert Meter weiter soll der bislang ebenfalls als Erdkabel konzipierte Teil der Hochspannungsleitung von Wahle (Kreis Peine) bis ins hessische Mecklar verlaufen. Gleich zwei große Stromleitungen auf Burgdorfer Land – das wäre dem Rat des Ortes zu viel. Auch unter der Erde. Das Gremium lehnt deshalb in einer Stellungnahme an Projektträger Tennet die östliche Variante für „Südlink“ ab. Die westliche läge jenseits von Hildesheim.

Grundsätzlich unterstütze man die Energiewende, heißt es in der Burgdorfer Stellungnahme gegenüber Tennet. Und damit auch den Netzausbau, auf dem die Vorhaben fußen. Aber diese Belastung wäre einfach zu groß, formuliert der Rat. „Das Gebiet der Gemeinde ist bei den weiteren Trassenplanungen als bereits erheblich vorbelastet auszuschließen“, lautet die Forderung. Es gingen „maßgebliche Flächen“ verloren. Und die Leistungsfähigkeit der guten Ackerböden würde durch die Kabel „erheblich beeinträchtigt “. Der Rat hält eine solche Planung für sozial unverträglich und unverhältnismäßig.

Neu-Bürgermeister Bernd Brandes (SPD) spricht von „massiven Doppelbelastungen“. Einige Landwirte und Grundstückseigentümergentümer wären von beiden Trassen unmittelbar betroffen, argumentierte er. Zudem sei noch nicht einmal die Frage der Ausgleichszahlungen für die Grundstückseigentümergentümer im Falle des Erdkabel- Pilots der Trasse Wahle-Mecklar geklärt, die sich derzeit bereits in der Planung zur Genehmigung  befindet.

Damian Polewka (Bürger für Burgdorf ) klagt: „Da ist noch nicht einmal die eine Sache zu Ende gedacht, und schon kommt man mit der nächsten um die Ecke. Das versetzt die Menschen in Sorge.“

Der stellvertretende Bürgermeister Norbert Löhr CDU) stellt gar die Ankündigung Tennets infrage, in beiden Fällen tatsächlich Erdkabel zu verlegen. Das Unternehmen habe unter bestimmten Voraussetzungen „die Möglichkeit, Freilandleitungen zu bauen“. Löhr verweist darauf, dass „Tennet ja auch in der Vergangenheit  nicht immer die Wahrheit gesagt hat“. Er meint zudem, bei der Informationsveranstaltung des Projektträgers in Oelber schon eine Tendenz für die östliche Trassenführung herausgehört zu haben. Zuungunsten der Samtgemeinde Baddeckenstedt und ihrer Mitgliedsgemeinde Burgdorf.

Bis Ende November hatten Betroffene Anwohner wie auch Gemeinden die Möglichkeit, sich zu Tennets Trassen-Vorschlägen für Südlink zu äußern. Entschieden werden soll darüber im Anfang 2017 – sobald alle Einwände gesichtet wurden. Dann schlägt Projektträger Tennet der Bundesnetzagentur eine der beiden Trassenführungen vor.

Kommt der östliche Südlink- Vorschlag, wäre auch die Gemeinde Baddeckenstedt betroffen. Bürgermeister Brandes zufolge soll auch sie die Variante gegenüber Tennet abgelehnt haben. Marc Werner, Bürgermeister des Ortes, antwortete bis Redaktionsschluss auf eine entsprechende Anfrage zu dem Thema nicht.

Quelle Salzgitter-Zeitung Eric Westermann 01.12.2016