380 kV Trasse Wahle-Mecklar: Grundbesitzer lassen TenneT nicht auf die Wege…

Quelle Salzgitter-Zeitung 10.12.2016 Eric Westermann

Dazu der Kommentar aus Burgdorf / Westerlinde  von Volker Schäfer:

Es ist langsam nicht nur bemerkenswert, sondern schon beängstigend, dass es schon über ein halbes Jahr nach der öffentlichen Bekanntgabe der Tennet zur Realisierung eines Erdkabelabschnittes für die 380 kV- Leitung Wahle -Mecklar im Bereich Salzgitter – Burgdorf/Baddeckenstedt verstrichen ist, ohne auch nur einen Schritt weiter nach vorne gekommen zu sein.

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Nur mal zur Erinnerung: Es haben die gleichen Eigentümer, die derzeitig die Bodenuntersuchungen durchaus mit ihrer Argumentationslinie versuchen zu verzögern, noch vor einigen Jahren sich aktiv für die Möglichkeit einer Erdverkabelung eingesetzt.

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Nicht zu vergessen, dass sich in der Gemeinde Burgdorf mehrere hundert Menschen aktiv für die Möglichkeit einer Erdverkabelung eingesetzt haben. Dieses wurde insbesondere auch während des Erörterungstermines in Hildesheim im Mai 2015 inhaltlich und fachlich fundiert vorgetragen.

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Es gilt auch folgendes festzustellen: Auf Basis der neuen geltenden Bundesgesetzesgebung ist der Netzbetreiber Tennet nicht verpflichtet einen Teilabschnitt als Erdverkabelung zu errichten. Dort ist nur erwähnt, das der Netzbetreiber eine Erdkabelstrecke aus Pilotstrecke über 12 km errichten kann.

Es kann und darf nicht dazu kommen, dass sich beide Parteien gegenseitig weiter argumentativ uneinsichtig gegenüberstehen, um dann schlussendlich festzustellen, dass ein Realisierung – dieser bundesweit einmaligen Möglichkeit – einer Erdverkabelung in 380kV-Wechselstromtechnik in unserer Umgebung nicht gebaut werden kann.

Denn das würde bedeuten, dass die Strecke Wahle-Mecklar in unserem Bereich als Freileitung gebaut wird.

Nicht ohne Grund hat sich die Bevölkerung unserer Region über 10 Jahre lang für eine Erdverkabelung aktiv eingesetzt.

Aus meiner Sicht gilt es jetzt, dass sich die betroffenen Parteien mit entscheidungsbefugten Vertretern an einen Tisch setzen um die formaljuristischen Grundlagen zu schaffen, dass die Erdverkabelung in unserem Gebiet auch realisiert wird.

Volker Schäfer
Bachstraße 8
38272 Westerlinde

 

Südlink und Wahle-Mecklar sorgen für Diskussionen…


Burgdorf: Die Grünen veranstalteten eine Gesprächsrunde.

Zum Thema Energiewende und Netzausbau organisierte der Kreisverband der Grünen einen Diskussionsabend in Burgdorf. Der Energiepolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Volker Bajus, sprach in seinem Vortrag auch über die in Baddeckenstedt umstrittenen Stromtrassen. ( Wahle-Mecklar und SuedLink treffen in Baddeckenstedt zusammen )

Sowohl die Trasse Wahle-Mecklar, als auch der Südlink sollen die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nord-Süd-Achse erhöhen und so für Versorgungssicherheit und Netzstabilität sorgen. Für Wahle-Mecklar sei eine Erdverkabelung möglich und für den Bereich Baddeckenstedt in Planung. ( Gemeinde Burgdorf bis Silium )

Der Südlink solle möglichst unter der Erde verlegt werden. Erdkabel, so Bajus, seien im Hinblick auf des Landschaftsbild und hinsichtlich der Belastung durch Magnetfelder den Hochspannungsmasten vorzuziehen.

In der sich anschließenden Diskussionsrunde standen neben Volker Bajus auch die Experten des Netzbetreibers Tennet Rede und Antwort. Die Anwohner sollten ihre Sorgen hinsichtlich der doppelten Belastung durch den möglichen Trassenverlauf des Südlink, der noch in der Vorschlagsphase sei, deutlich äußern und schriftliche Einwände an das zuständige Amt für regionale Landesentwicklung schicken, so Bajus.

Differenzen gab es zwischen Tennet und den Landwirten, die jedoch an diesem Abend nicht zu lösen waren. Quelle SZ.-Salzgitter 23.01.2017

von links: Holger Barkhau, Angela Bösselmann, Volker Bajus, Ghalia El Boustami, Ehrhard Dette. Bild Bündnis90DieGrünen

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In  Hildesheimer Allgemeinen, schreibt Tarek Abu Ajamieh am 30. September 2016.

Auf die konkrete Nachfrage, was er denn zur Empörung im Raum Baddeckenstedt, Holle, Bockenem und Lamspringe sage, durch die nach der bereits verbindlich geplanten Wechselstrom-Leitung Wahle-Mecklar eine weitere Stromtrasse verlaufen könnte, antwortet Tennet-Chef Lex Hartman. „Solche Einwände sind wichtig, wir müssen sie dann abwägen, am Ende entscheidet die Bundesnetzagentur.“

„Überbündelung?“
Zum Beispiel über Wartjenstedt, das zum größten Streitfall der neuen Trasse werden könnte. Wie berichtet soll östlich des Dorfes der Erdkabel-Abschnitt von Wahle-Mecklar verlaufen, auf der anderen Seite des Ortes ist nun eine der drei Süd.Link-Varianten vorgesehen. „Der Gesetzgeber verlangt eine Bündelung von Infrastruktur-Trassen, aber es gibt auch den Begriff der Überbündelung“, sagte Hartman. „Ich weiß aber nicht, ob der erfüllt ist, wenn links und rechts eines Ortes je 20 Meter breite Erdkabel-Trassen verliefen, „die man ja nicht sieht“. Quelle: Link Hildesheimer Allgemeine,