Netzbetreiber Tennet zieht’s nun doch an die Autobahn…

380-kV-Höchstspannungsleitung von Conneforde über Cloppenburg nach Merzen .
CLOPPENBURG Der Widerstand von hiesigen Stadt- und Gemeindeverwaltungen sowie zahlreichen Bürgern gegen den bislang geplanten Verlauf der neuen 380-Kilovolt (kv)-Höchstspannungsleitung von Conneforde über Cloppenburg nach Merzen hat offenbar erste Wirkung gezeigt. In einem Brief des Netzbetreibers Tennet vom 11. Dezember an Cloppenburgs Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU), der nun auch den Ratsmitgliedern und der NWZ vorliegt, geht das Unternehmen teilweise auf die Forderungen der Kritiker ein. Zum einen werde in dem südlichen Leitungsabschnitt zwischen Cloppenburg und dem Raum Merzen vertieft nun die so genannte Korridorvariante D entlang der Autobahn 1 untersucht, hieß es.

Für den nördlichen Abschnitt zwischen Conneforde und Cloppenburg soll eine neue Trassenführungsvariante entwickelt werden, die zunächst der bestehenden 220-kv-Leitung Conneforde-Cloppenburg folgt, anschließend südlich von Wardenburg an die A 29 führt und von dort parallel zur A 29 und im Süden dann ebenfalls parallel zur A 1 verläuft.

Das am 3. Dezember vom Bundestag beschlossene Gesetz zum Bau von Energieleitungen (tritt am 1. Januar 2016 in Kraft) legt – wie berichtet – das Vorhaben „Conneforde-Cloppenburg-Merzen“ als Pilotprojekt für eine Teil-Erdverkabelung fest. „Daher werden wir auch noch einmal die östlich von Oldenburg verlaufenden Korridorvarianten D und E prüfen und untersuchen, ob eine Trassenführung mit einer möglichen Erdverkabelung auf einzelnen Teilstrecken mit der Wohnbebauung und dem Vogelschutz vereinbar wäre“, so die Tennet in ihrem Brief.
Ein Bericht der http://www.nwzonline.de 19.12.2015