Stromtrasse Südlink: Das verbuddelte Ärgernis…

Der Windkraftstrom von der Küste zur Industrie im Süden soll nun unter der Erde fließen. Der Protest gegen den Südlink lässt aber auch in Hessen kaum nach.

Die Alternative für Deutschlands Energiehunger: Erdkabel statt Strommasten. Foto DPA

Im Sommer vorigen Jahres jubelten die Gegner des Südlinks, jener Hochspannungsgleichstromübertragungsleitung (HGÜ), die elektrische Energie quer durch Deutschland aus dem Norden Europas in den Süden bringen und vor allem Süddeutschland für die Zeit nach der Kernenergie mit Strom aus Wind- und Wasserkraft versorgen soll. Denn die Politik hatte dem Widerstand der Trassengegner nachgegeben und den Vorrang einer Freileitung zugunsten einer Erdverkabelung aufgegeben.

Obwohl Überlandleitungen seit dem Beginn der Elektrifizierung zum Landschaftsbild gehören, hatten die Anwohner vielerorts, wo der Südlink vielleicht vorbeigeführt worden wäre, Anstoß daran genommen. Sie lehnten den Anblick der Masten ab, fürchteten den Wertverlust ihrer Häuser, Leukämie, Asthma und Schlaflosigkeit. Und die Zahl der potentiellen Gegner war allein schon wegen der Dimension des Vorhabens groß. Um die Freileitung zu planen und auf alle möglichen Einwände mit einer Ausweichroute reagieren zu können, war ein Korridor von 800 Kilometer Länge und 400 Kilometer Breite zu untersuchen. Er umfasste halb Deutschland.

Quelle Frankfurter Allgemeine 13.03.2016, von CLAUS PETER MÜLLER

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