Energiewende direkt: Ausgabe 6 / 2016 – Energiewende global

Mehr Energieeffizienz und Erneuerbare, weniger CO2: Minister und Delegierte aus 74 Ländern diskutierten in Berlin, wie die Erderwärmung eingedämmt werden kann. image

Zwei Grad, mehr nicht. Diesen Wert soll die Erderwärmung in diesem Jahrhundert nicht überschreiten. Besser, es sind weniger: 1,5 Grad, wenn möglich. So lautet das erste globale Klimaabkommen der Geschichte. Gesteckt wurde es Ende 2015 als Ergebnis der UN-Klimakonferenz in Paris.

Knapp drei Monate ist das nun her. Vergangene Woche standen die weltweiten Klimaziele wieder oben auf der energiepolitischen Agenda: beim zweiten „Berlin Energy Transition Dialogue“ in Berlin. Minister und Delegierte aus 74 Staaten diskutierten im Auswärtigen Amt, wie die Erderwärmung eingedämmt werden kann.

Klimaziele erreichen – mit der globalen Energiewende

Eine wichtige Antwort: die weltweite Energiepolitik. Sie ist für das Klima der Erde die wichtigste Stellschraube. Schließlich stammen heute drei Viertel der globalen Treibhausgase aus Energieanlagen. „Das zu verändern erfordert internationale Zusammenarbeit“, betonte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Eröffnung der Konferenz. „Deshalb tragen die Energieministerinnen und Energieminister große Verantwortung dafür, die Ziele von Paris zu erreichen.“

In Deutschland sind Sonne, Wind und Co. bereits die Stromquelle Nummer eins, fast jede dritte verbrauchte Kilowattstunde Strom stammt hier aus erneuerbaren Energiequellen (siehe dazu auch „direkt erfasst“). Und auch international steigt das Bewusstsein für den globalen Klimaschutz. Von Dänemark bis Kalifornien setzen immer mehr Länder auf Ökostrom. Weltweit gesehen haben die erneuerbaren Energien 2015 die fossilen Energieträger bei den Investitionen und der neu installierten Kapazität hinter sich gelassen.

Der Umbruch in der Energiewirtschaft hat also nicht nur in Deutschland, sondern auch bereits in weiteren Vorreiterstaaten begonnen. Umso wichtiger ist, dabei, einen guten Kompass zu haben. Die Koordinaten in Deutschland sind klar: Energie muss sauber, sicher und für alle bezahlbar bleiben. „Es ist sicher eine Jahrhundertaufgabe, unsere Energiesysteme zu dekarbonisieren und unsere Energiewirtschaft zukunftsfähig zu machen“, sagte Sigmar Gabriel. Aber Ökonomie und Ökologie seien keine Gegensätze. Im Gegenteil.

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