Baddeckenstedt – Burgdorf: Kabel kommt unter die Erde !

Das Interesse war riesig: 200 Bürger kamen zur Informationsveranstaltung des Stromnetz-Betreibers Tennet in Burgdorf. Die Firmenvertreter informierten über die geplante Erdverkabelung der 380-kV-Leitung im Bereich Salzgitter, Wolfenbüttel, Hildesheim. Volker Schäfer, Sprecher der Bürgerinitiative, zog eine positive Zwischenbilanz.

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Der Netzbetreiber Tennet informiert über die geplante Erdverkabelung.

“ Es darf auf allen Seiten, insbesondere bei den nun betroffenen Landwirten, keine Verlierer geben.“ sagt Volker Schäfer von der Bürgerinitiative Erdkabel Innerstetal und Umgebung.

200 Bürger und Grundstückseigentümer kamen zur zweiten Informationsveranstaltung des Stromnetz-Betreibers Tennet in die Gaststätte Zur Traube nach Burgdorf. Das Interesse an diesem Thema in Burgdorf und Umgebung ist nach wie vor ungebrochen.

Seit Beginn der Planungen für die 380-kV-Leitung zwischen Wahle und Mecklar war sie gewünscht, nun kann sie Gewissheit werden: die teilweise Erdverkabelung im Leitungsbereich Salzgitter/Wolfenbüttel/Hildesheim. Die Erdverkabelung im dritten Teil des Leitungsabschnitts A wird möglich, weil im Dezember die Bundesregierung das Energieleitungsausbaugesetz geändert hat und so die einst geplante Freilandleitung zwischen Wahle und Mecklar als Pilotprojekt zur Erdverkabelung ausgewiesen wurde.

Die Vorprüfung des Netzbetreibers Tennet hatte ergeben, dass dieser Abschnitt ein „vorzugswürdiger“ Untersuchungsraum für eine Pilotstrecke sei. Der betroffene Abschnitt beginnt bei Lesse, geht westlich an Westerlinde vorbei und führt weiter zwischen Rhene und Binder in Richtung Süden. Das etwa 12,6 Kilometer lange Erdkabel soll die geplante 16 Kilometer lange Freilandleitung ersetzen und entschärft dann unter anderem die umweltfachlichen Konflikte rund um das Naturschutzgebiet Innerstetal.

Mit den neuen Planungen rannte Netzbetreiber Tennet offene Türen bei den betroffenen Bürgern ein. Volker Schäfer, Sprecher der Bürgerinitiative, zog eine positive Zwischenbilanz: „Das, was wir wollten, bekommen wir jetzt mit der Erdverkabelung.“ Wenige kritische Stimmen gab es allerdings bezüglich der „fehlenden Information für die Eigentümer im Vorfeld“.

Tennet-Projektleiter Walther Hensel reagierte, nahm gleich alle Kontaktdaten der Grundstückeigentümer auf, die zur Versammlung gekommen waren. Der Tennet-Vertreter machte deutlich, dass man sich durchaus Gedanken über die Einwände der Landwirte mache.

Zur Diskussion stand die elektromagnetische Strahlung oder auch die Wärmeentwicklung. Projektleiter Hensel erklärte, dass die Wärmeentwicklung bei dauerhafter Volllast maximal 1 Grad an der Oberfläche betrage. Tennet plane zudem, die Ergebnisse zur Prüfung des Untersuchungsraumes, die in den nächsten Wochen stattfinde, im Sommer bekanntzugeben.

Zum Abschluss der Veranstaltung sagte BI-Sprecher Schäfer: „ Es darf auf allen Seiten, insbesondere bei den nun betroffenen Landwirten, keine Verlierer geben.“ Quelle Salzgitter-Zeitung 16.04.2016 Torsten Bogdenand