Suedlink: Eine Nord-Süd-Autobahn ohne Abfahrt…

Südlink-Trassenvarianten in Südniedersachsen:

Göttingen. Die Vorschläge für die möglichen Erdkabel-Korridore seien das Ergebnis der Abwägung verschiedener Kriterien, die bei der Planung in Frage kommen. Und es handle sich um eine Diskussionsgrundlage, betonte Hartmann. Im Rahmen der Abwägung der beiden Trassenstränge sollen schon jetzt die betroffenen Bürger und Kommunen eingebunden sein. „Wir suchen den optimalen Weg“, sagte Hartmann, wobei er ausdrücklich auf den „Input“ von vor Ort setzte, damit die Argumente für die Detailplanungen gewichtet werden können.

Hartmann, der Südlink als „elektrische Autobahn von Nord nach Süd ohne Abfahrt“ bezeichnete, ging auch auf die Technik ein. Nach derzeitigem Stand würden für die 320-Kilovolt (kV)-Technologie acht Kabel in einer Tiefe von 1,80 bis zwei Metern verlegt. Es gebe inzwischen eine 525-kV-Technologie, bei der nur vier Kabel nötig seien. Die Trasse würde nicht nur schmaler, sondern die Kosten wären auch niedriger.Die neue Technologie sei aber noch nicht erprobt, weshalb Südlink zunächst herkömmlich geplant werde.

Sorgen bezüglich der Wärmeentwicklung und mögliche Folgen für die Landwirtschaft würden ernst genommen. Anhand bisheriger Erfahrungen seien keine negativen Auswirkungen bekannt.
Auch auf die vom Gesetzgeber eingeforderte Bündelung von Trassen – etwa von Südlink mit der Stromtrasse Wahle-Mecklar – ging Hartmann ein. Das werde geprüft, möglicherweise wäre der Korridor dann aber bis 1000 Meter breit, da die Kabelstränge einen Mindestabstand voneinander benötigten.

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