Hamburger Abendblatt: Erdkabel nicht teurer als Masten…

SuedLink-Empfehlungspapier kommt auf nahezu identische Kosten. Tennet fürchtet Verzögerungen
Bericht: Fabian Schindler
Berlin. Der Netzbetreiber Tennet, der den Bau der SuedLink-Stromtrasse umsetzt, hat gestern in Berlin im Wirtschaftsausschuss angekündigt, dass jahrelange Verzögerungen beim Bau der neuen Hochleistungstrasse, die Strom aus Windkraft von Norddeutschland nach Süddeutschland transportieren soll, zu erwarten sind. Der Netzbetreiber begründet dies mit dem jüngsten Kabinettsbeschluss, der den massiven Einsatz von Erdkabeln erlaubt. Aufgrund dieser Entscheidung müsse vielfach neu geplant werden.

Der Ingenieur Ingo Rennert, Vorstandschef der Infranetz AG mit Sitz in Müden in Niedersachsen, hat ebenfalls ein Positionspapier in den Ausschuss eingebracht. In diesem werden die Vorteile einer Erdverkabelung dargelegt. Zeitliche Verzögerungen seien dabei nicht zu erwarten, da der Bau einer reinen Erdkabeltrasse viel schneller und dabei kostenneutral zu schaffen sei, als der von der Tennet bislang geplante Mix von Strommasten und Erdkabeln.
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