SuedLink: Söhlde zieht Antrag auf Freileitung zurück…

Hannover (dpa/lni) – Die Gemeinde Söhlde (Kreis Hildesheim) hat ihren Prüfungsantrag auf den Bau einer Überlandleitung für die Stromtrasse Suedlink zurückgezogen. Vor zehn Tagen hatte sie bei einer Konferenz in Hannover mit der Forderung für Überraschung gesorgt, statt der geplanten Erdverkabelung auch den Bau einer Überlandleitung auf ihrem Gelände prüfen zu lassen. Bürgermeister Alexander Huszar (CDU) begründete das Zurückziehen am Freitag mit der Tatsache, dass die Gemeinde nach dem Antrag keinen Einfluss mehr auf die Entscheidung habe. «Das könnte dann als Bumerang auf die Gemeinde zurückkommen», sagte er der dpa.

Der Bürgermeister hatte sich mit dem Antrag ursprünglich nur Optionen offenhalten wollen, dann aber erfahren, dass er mit dem Antrag kein Mitspracherecht bei einer Entscheidung habe. Er kritisierte: «Ich halte es für eine bedenkliche Geschichte wenn einem suggeriert wird, dass bei einem Antrag auf Prüfung auch ein Mitspracherecht existiert.» Keine Kommune könne das ernsthaft in Erwägung ziehen, wenn sie die Konsequenzen nicht einschätzen könne.

Bei der Konferenz stand der Trassenverlauf von Scheeßel nach Bad Gandersheim im Fokus. Über die etwa 700 Kilometer lange Trasse soll Windstrom von der Nordseeküste zu den süddeutschen Industriezentren gelangen. Für den Verlauf der Trasse haben die Netzbetreiber Tennet und TransnetBW verschiedene mögliche Routen erarbeitet. Bei der Konferenz konnten Bürger, Verbände und Behörden Vorschläge machen, die in die weiteren Planungen für die Stromtrasse einfließen sollen. Quelle Welt.de

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Auch die t.neuepresse..de schreibt:

Hannover. Bürgermeister Alexander Huszar (CDU) begründete das Zurückziehen am Freitag mit der Tatsache, dass die Gemeinde nach dem Antrag keinen Einfluss mehr auf die Entscheidung habe. „Das könnte dann als Bumerang auf die Gemeinde zurückkommen“, sagte er der dpa.

Der Bürgermeister hatte sich mit dem Antrag ursprünglich nur Optionen offenhalten wollen, dann aber erfahren, dass er mit dem Antrag kein Mitspracherecht bei einer Entscheidung habe. Er kritisierte: „Ich halte es für eine bedenkliche Geschichte wenn einem suggeriert wird, dass bei einem Antrag auf Prüfung auch ein Mitspracherecht existiert.“ Keine Kommune könne das ernsthaft in Erwägung ziehen, wenn sie die Konsequenzen nicht einschätzen könne.
Bei der Konferenz stand der Trassenverlauf von Scheeßel nach Bad Gandersheim im Fokus. Über die etwa 700 Kilometer lange Trasse soll Windstrom von der Nordseeküste zu den süddeutschen Industriezentren gelangen. Für den Verlauf der Trasse haben die Netzbetreiber Tennet und TransnetBW verschiedene mögliche Routen erarbeitet. Bei der Konferenz konnten Bürger, Verbände und Behörden Vorschläge machen, die in die weiteren Planungen für die Stromtrasse einfließen sollen.

SuedLink: Planer der 700 Kilometer langen Stromtrasse stellen sich in Hannover Kritikern, darunter Bürgern aus der Region…

.Neu- Konferenzleiter Daniel Matz nimmt den Bürgern, die nach Hannover gekommen sind, gleich zur Begrüßung den Wind aus den Segeln: „Es geht nicht darum, grundsätzlich über die Stromtrasse Südlink zu diskutieren.“ Murmeln füllt den mit 300 betroffenen Bürgern, Gemeindevertretern und Verbandsmitgliedern…

Der Vorschlag der Betreiber sieht vor, dass der SüdLink in unserer Region durch den Landkreis Peine, die Wolfenbütteler Exklaven Baddeckenstedt und Burgdorf, Seesen im Landkreis Goslar sowie zahlreiche Gemeinden im neuen Landkreis Göttingen führen wird.

 

Bernd Brandes, Bürgermeister aus Burgdorf im Kreis Wolfenbüttel, und Volker Schäfer von der örtlichen Bürgerinitiative Erdkabel Innerstetal und Umgebung kommen gemeinsam nach vorne ans Mikro. Sie monieren, dass der vorgeschlagene Trassenverlauf nicht geradlinig genug sei, wie es der Gesetzgeber fordere. Wäre er es, würde Burgdorf verschont.

Das sagen sie nicht, das meinen sie aber. Sie kritisieren außerdem, dass nicht die neueste Technik bei der Erdverkabelung eingeplant sei. Schäfer: „Das klappt mit vier statt mit acht Kabeln.“ Das hätten Unternehmen schon bewiesen. Die Konsequenz: Die Trasse, in der die Erdkabel verlegt werden, wäre viel schmaler. Quelle SZ.-Zeitung 

SuedLink: Söhlde überrascht mit Vorstoß und beantragt Freileitungen !

Hannover: 

Kritische Hinweise zur geplanten Stromtrasse Südlink sowie Sorgen um den Bodenschutz haben am Dienstag die zweite Antragskonferenz in Niedersachsen geprägt. Im Fokus stand der Abschnitt zwischen Scheeßel und Bad Gandersheim der insgesamt etwa 700 Kilometer langen Trasse, durch die Strom aus Windenergie von der Nordseeküste zu süddeutschen Industriezentren gelangen soll.

Mehrere der 300 Teilnehmer in Hannover sprachen sich für den Einsatz platzsparender, innovativer neuer Techniken aus.

Söhlde überrascht mit Vorstoß und beantragt Freileitungen !

Direkt zum Auftakt überraschte die Gemeinde Söhlde (Landkreis Hildesheim) mit ihrem Antrag. Sie bat darin, auf ihrem Gelände auch den Einsatz einer Überlandleitung zu prüfen. „Das ist bei diesen Anhörungendas erste Mal überhaupt, dass so ein Antrag auf Freileitung gestellt wurde“, sagte Peter Olaf Eul von der Bundesnetzagentur. Bürgermeister Alexander Huszar (CDU) will dagegen in seinem Antrag keine wie auch immer geartete Vorfestlegung sehen.

„Das bedeutet nicht, dass ich das ganze Gemeindegebiet überspannen lassen will – ich will mir lediglich Optionen offen halten“, sagte er und betonte: „Leider habe ich erst gestern erfahren, dass diese Konferenz die letzte Möglichkeit bot, um sich durch einen Antrag auf Prüfung auch eine derartige Option offen zu halten.“ Am Vortag sei er auf diese Frist von zahlreichen Landwirten angesprochen worden, die eine Beeinträchtigung ihrer wertvollen Böden befürchteten.

In diesem Zusammenhang ist es interessant, hat nun der Bürgermeister für dieses Vorgehen einen Ratsbeschluss eingeholt. Oder holt er diesen Beschluss erst in der nächste Sitzung des Gemeinderates am 21.06. in Feldbergen nach. Quelle news38.de/welt

Klick hier zur Tagesordnung/Gemeinderatssitzung: https://www.soehlde.sitzung-online.de/bi/___

 

380-kV-Leitung Wahle-Mecklar; Abschnitt A: Umspannwerk Wahle bis Umspannwerk Lamspringe;hier: Geländebegehungen und Kartierungen im Auftrag der TenneT TSO GmbH zur weiteren Projektplanung…

Die Samtgemeinde Baddeckenstedt veröffentlicht auf Ihrer Homepage, das Schreiben der Tennet. Sie unterstreicht die folgenden Zeilen:

Selbstverständlich wird die TenneT wie vereinbart im Erdkabelabschnitt der 380 kV-Leitung Wahle- Mecklar, jede Einzelmaßnahme im Vorfeld abstimmen und im Einvernehmen mit den betroffenen Wegeverbänden bzw. Grundstückseigentümern durchführen.

 

380-kV-Leitung Wahle-Mecklar: Geländebegehungen und Kartierungen im Auftrag der TenneT…

Die Stadt Salzgitter und FOCUS online berichten:

Geländebegehungen und Kartierungen im Auftrag der TenneT TSO GmbH zur weiteren Projektplanung.

Die TenneT TSO GmbH teilt mit, dass sie als verantwortlicher Übertragungsnetzbetreiber den Neubau der 380-kV-Höchstspannungsleitung von Wahle nach Mecklar plant.
Die geplante Höchstspannungsleitung wird die Netzknotenpunkte Wahle in Niedersachsen und Mecklar in der Gemeinde Ludwigsau in Nordhessen miteinander verbinden. Die rund 230 Kilometer lange Verbindung erhöht die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nord- Süd-Achse und wird in Zukunft die Versorgungssicherheit und Netzstabilität in Niedersachsen und Nordhessen gewährleisten.
Für die Umsetzungsplanung zur 380-kV-Leitung Wahle-Mecklar sind weitere verschiedene Arbeiten und Untersuchungen im Gelände erforderlich, unter anderem für die Wegeplanung, Bodenkundliche und Ökologische Baubegleitung, Baugrundvoruntersuchung, artenschutzrechtliche Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen wie Besatzkontrollen, Baumhöhlen- und Horstbaumkontrollen, Markierung von Höhlenbäumen mit nicht dauerhafter forstüblicher Markierungsfarbe (als Buchstabe „H“).

Hinzu kommen Kartierungen (das heißt die Erfassung unter anderem von Vögel, Amphibien, Reptilien, Haselmäusen) für die Aktualisierung der Datengrundlagen, die der umweltfachlichen und technischen Planung zu Grunde liegen.
Die Geländebegehungen werden von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der folgenden Planungs- und Gutachterbüros im Auftrag der TenneT durchgeführt:
* BHF, Kiel
* TNL, Umweltplanung Hungen
* LaReG, Braunschweig
* Geries, Göttingen
* Buchholz und Partner, Schkeuditz.
Die Arbeiten haben bereits im Mai 2017 begonnen und finden derzeit statt. Der Voraussichtliche Abschluss wird Dezember 2018 sein.
Für die Arbeiten ist es in der Regel erforderlich, private land- und forstwirtschaftliche Wege und Grundstücke zu betreten sowie öffentliche Wald- und landwirtschaftliche Wege mit dem PKW zu befahren. Dabei werden an den Grundstücken und Wegen keine Veränderungen vorgenommen, sondern lediglich der Ist-Zustand von Flora und Fauna durch Fotos und Beschreibung dokumentiert.
Die Berechtigung zur Durchführung solcher Vorarbeiten ergibt sich aus Paragraph 44 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Flurschäden entstehen bei Untersuchungen im Zusammenhang mit den Kartierungen aller Voraussicht nach nicht. Sollte es wider Erwarten im Einzelfall dennoch zu Schäden kommen, die durch die Untersuchungen verursacht wurden, gleicht die Firma Tennet diese aus.
FOCUS NWMI-OFF/Stadt Salzgitter

 

 

SuedLink: In einer großen Demonstration trafen sich am Montag die Landwirte des Niedersächsischen Landvolks um gemeinsam auf ihre Benachteilung durch die SuedLink-Stromtrasse hinzuweisen. Hierzu veröffentlichten sie nun auch einen 10 Punkte Plan mit ihren Forderungen…

Niedersachsens Landwirte wollen bei dem durch die Energiewende verursachten Netzausbau nicht ins Hintertreffen geraten. Die Südlink Arbeitsgemeinschaft im Landvolk Niedersachsen hat in einem 10-Punkte-Papier die Forderungen zusammengefasst, die aus Verbandssicht beim Netzausbau zu berücksichtigen sind.

„Dazu zählt die Anpassung wiederkehrender Entschädigungszahlungen ebenso wie die Rücksichtnahme auf landwirtschaftliche Besonderheiten“, fasst Landvolkvizepräsident Ulrich Löhr die wichtigsten Positionen zusammen. Ebenso vehement setzt sich das Landvolk für das Prinzip der Schadensvermeidung durch eine unabhängige bodenkundliche Überwachung ein.

10 Punktepapier zum Netzausbau in Niedersachsen:

01  Beschleunigung des Netzausbaus durch die Einführung wiederkehrender Zahlungen
02  Berücksichtigung agrarstruktureller Belange und vorrangige Planung auf öffentlichen Flächen
03  Neujustierung der Entschädigung und Ermittlung durch öffentliche Institutionen
04  Nachentschädigung der Betroffenen bei Neuverlegung der Leitung
05. Umfassende Alternativenabwägung zur Wahl der bestmöglichen agrarflächenschonenden Technik
06  Schadensvermeidung durch unabhängige Landwirtschaftliche-, Bodenkundliche-Überwachung mit Stopp-Befugnis
07  Monitoring der Auswirkungen der Erdverkabelung
08  Kein naturschutzfachlicher Ausgleich für die Verlegung in landwirtschaftlichen Nutzflächen
09  Bereitstellung einer Rückbausicherheit

10  Gewährleistung landwirtschaftlicher Nutzung auf der Leitungstrasse Quelle http://regionalpeine.de

 

SuedLink: Informationen zur Gleichstromtrasse SüdLink….

Die Samtgemeinde Baddeckenstedt gibt auf ihrer Homepage die Daten für die Antragskonferenz am 13.6.17 in Hannover  und den Termin für den Antragsworkshop bekannt.

Information zur Gleichstromverbindung SuedLink 

SuedLink ist ein Netzausbauprojekt, das aus zwei Verbindungen zwischen Wilster (Schleswig-Holstein) und Grafenrheinfeld (Bayern) sowie Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) und Großgartach/Leingarten (Baden-Württemberg) besteht, die parallel geplant und zusammen auf einer Stammstrecke gebaut werden sollen. Für SuedLink soll die Technik der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) eingesetzt werden. Die Energieübertragung mittels Gleichstrom ist besonders bei großen Distanzen vorteilhaft, da die Übertragungsverluste deutlich geringer als bei vergleichbaren Wechselstromleitungen sind. Mit SuedLink sollen die zunehmenden Mengen an erneuerbaren Energien ins Stromnetz integriert und gleichzeitig Netzschwankungen ausgeglichen werden, um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten.

SuedLink wird als Gemeinschaftsprojekt von den beiden Übertragungsnetzbetreibern TenneT und TransnetBW realisiert. Nachdem Ende 2015 der Erdkabel-Vorrang für Gleichstromprojekte wie SuedLink gesetzlich beschlossen wurde, haben die beiden Vorhabenträger ihre Planung neu aufgesetzt. Die ersten Vorschläge zu möglichen Verläufen der Erdkabel-Korridore liegen seit dem 27. September 2016 vor.

Die Samtgemeinde Baddeckenstedt gehört zu den Kommunen, in denen unsere Mitgliedsgemeinde Burgdorf von dieser Neuplanung betroffen ist und möglicherweise ein Erdkabel verlaufen wird.

Der Netzbetreiber hat im März 2017 einen Antrag auf Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Am 04.05.2017 findet ein Antragsworkshop für die Öffentlichkeit statt .

Antragsworkshops SUEDLINK :
04.05.2017 HILDESHEIM,
18:00 – 20:00
Novotel, Bahnhofsallee 38, 31134 Hildesheim

 

Mitte Juni 2017 soll dann eine Antragskonferenz erfolgen.

Niedersachsen, Hannover am 13. Juni – für den Abschnitt B

Im Designhotel Wienecke XI

Hildesheimer Straße 380

30519  Hannover 

Weitere Informationen und Hinweise können Sie der unter http://www.tennet.eu/de/unser-netz/onshore-projekte-deutschland/suedlink/ einsehen.

Der Samtgemeindebürgermeister, Klaus Kubitschke

http://www.baddeckenstedt.de/Startseite/Informationen-zur-Gleichstromtrasse-SüdLink.php?object=tx,2624.5&ModID=7&FID=2624.8913.1

SuedLink: Bundestagsabgeordneter Bernd Westphal (SPD) besuchte Holle und Bockenem, um sich einen direkten Eindruck von der möglichen Trassenführung zu verschaffen….

Anfang März 2017 hatte der Übertragungsnetzbetreiber TenneT einen Vorschlag für einen Verlaufskorridor für die Energieleitung SuedLink vorgelegt. Eine von TenneT vorgeschlagene Variante für die Trasse würde den östlichen Teil des Landkreises Hildesheim, die Kommunen Söhlde, Holle und Bockenem, durchqueren.

Am 18. April 2017 besuchte der Bundestagsabgeordnete Bernd Westphal (SPD) Holle und Bockenem, um sich einen direkten Eindruck von der möglichen Trassenführung zu verschaffen.
„Ich freue mich, dass dieser Termin so möglich wurde“, betonte Bernd Westphal zu Beginn. Er wies im Gespräch erneut auf die Bedeutung von SuedLink für die Energiewende hin. „Wir brauchen die Energieleitungen, um den Strom der Erneuerbaren Energien, insbesondere der Off-Shore- aber auch On-Shore-Windkraft in den Süden zu transportieren“, betonte Bernd Westphal. „Gleichwohl ist es wichtig, regionale Betroffenheiten in den Blick zu nehmen und sich für eine Mensch und Natur möglichst wenig beeinträchtigende Trassenführung einzusetzen“.

Dazu gehöre, dass die Leitung in jedem Fall als Erdkabel verlegt werden müsse und hierbei schonende Techniken eingesetzt werden sollten. Außerdem müssten Vorschläge und Entscheidungen von TenneT begründet und transparent gegenüber Bürgerinnen und Bürgern dargestellt werden. Bernd Westphal plädierte dafür, auch in den kommenden Monaten im gegenseitigen Dialog zu bleiben. Das Verfahren beginne erst, man müsse schauen, wo Unterstützungsmöglichkeiten gegeben sind.

Sven Wieduwilt, Ortsvorsteher von Luttrum und Vorsitzender des SPD-Gemeindeverbandes Holle, der den Besuchstermin komplett begleitete, begrüßte den Besuchstermin von Bernd Westphal. „Es ist ein gutes Zeichen, sich hier vor Ort einen direkten Eindruck von den möglichen Auswirkungen zu verschaffen“, so Wieduwilt, der Bernd Westphal in Luttrum den Trassenverlauf vorstellte. „In dem jetzigen Vorschlag für einen Trassenkorridor geht die Trasse entweder dicht an der Ortschaft vorbei oder sie tangiert direkt das Moor.“

Mit Blick auf das Gesamtprojekt und eine mögliche Trassenführung in der Region bleibe grundsätzlich die Frage bestehen, warum in der Region nach Wahle-Mecklar auch noch die zweite Stromtrasse verlaufe solle. Die Belastung sei schon so gegeben. Durch SuedLink würde eine weitere Beeinträchtigung der Region und hier der Kommunen Söhlde, Holle und Bockenem eintreten.

Wenn sich die Trasse jedoch nicht verhindern ließe, so müsse sie definitiv als Erdkabel verlegt werden, unter Bewahrung natürlicher Ressourcen und Schutzgüter und unter Verwendung möglichst schonender Techniken und Verfahren bei der Verlegung der Leitung.
In Sillium bot sich für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Blick auf die drei möglichen Großbaustellen der Region: die 380-KV-Trasse Wahle-Mecklar, die bei Sillium ggf. bereits wieder als Freileitung verläuft, die mögliche SuedLink-Trasse und den Bereich des Autobahndreiecks Salzgitter. Simone Flohr, Mitglied des Holler Gemeinderates und stellv. Ortsbürgermeisterin von Sillium, wies in diesem Zusammenhang auf die massive Belastung der Ortschaft hin. „Sillium hat alle Baustellen vor der Tür und wird von Infrastrukturprojekten fast eingeschlossen.“

Hier stelle sich sehr konkret die Frage, warum die Region noch durch SuedLink belastet werden müsse. „Ziel muss sein, im Verfahren unsere Bedenken und Einwände möglichst stark zu formulieren und einzubringen“, so Simone Flohr. Ein Aspekt, den Ute Witteczek, Mitglied des Holler Gemeinderates und des Sottrumer Ortsrates, bei der Station in Sottrum aufgriff. „Das formelle Verfahren beginnt erst“, so Ute Witteczek. „Es ist unsere Aufgabe und Chance die Einwände einzubringen, auf Situationen und Belastungen vor Ort hinzuweisen und auch falsche Annahmen, wie eine nicht stillgelegte Eisenbahntrasse, zu wiederlegen.“ TenneT müsse eine transparente Begründung für den Trassenvorschlag liefern.

Dr. Katja Günther-Schade, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Ambergau / Bockenem, die Bernd Westphal am Weinberg bei Nette in Empfang nahm und ihm dort die mögliche Situation im Ambergau und für Bockenem schilderte, stellte ebenfalls die Belastungen der Region in den Mittelpunkt. Zu diesen Belastungen gehöre neben der 380-KV-Trasse Wahle-Mecklar, die im Ambergau als Freileitung verlaufe, ferner der Ausbau der Autobahn und des Autobahndreiecks Salzgitter.

SuedLink verschärfe diese Belastung noch zusätzlich. „Wir verneinen nicht die grundsätzliche Notwendigkeit von SuedLink, oder der anderen Projekte“, betonte Katja Günther-Schade. „Aber bereits jetzt sind die Folgen der baustellenbedingten Verkehrsflüsse auf den Straßen hier ersichtlich. Die Verkehrsbelastung wird durch die anstehenden Baumaßnahmen immens sein.“ Mit Blick auf den SuedLink mahnte Katja Günther-Schade daher eine Lastenverteilung an. Quelle spdholle.de