Energiewende direkt: Ausgabe 3 / 2017

Zypries: „Der Mieterstrom kommt“
Die Bundeswirtschaftsministerin über die Dringlichkeit des Netzausbaus sowie die geplante Einführung eines Mieterstrommodells.

„Wir brauchen einen Schub bei der Genehmigung von Netzvorhaben“, forderte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries bei ihrer Festrede zum Neujahrsempfang des Bundesverbands Erneuerbare Energie am vergangenen Donnerstag in Berlin. „Wir freuen uns auf der einen Seite über den Ausbau [der erneuerbaren Energien], auf der anderen Seite erfüllt er uns mit Sorge, weil der Netzausbau eben nicht mit derselben Geschwindigkeit vorankommt.“ Es ergebe keinen Sinn, Strom zu produzieren, der nicht bis zum Verbraucher transportiert werden kann.

„Die einzige nachhaltige Antwort ist ein beschleunigter Netzausbau“, so Zypries. Bis 2025 müssten die großen Gleichstromtrassen, die den Strom vom Norden in den Süden transportieren, gebaut sein. Für diese Verfahren sei der Bund zuständig und die Bundesregierung tue alles, um sie zügig voranzubringen. Mit dem Vorrang für Erdkabel sei ein Durchbruch erzielt worden. Bis zur Fertigstellung der Trassen entscheide aber der Ausbau im sogenannten Startnetz, wie viel Strom transportiert werden könne. Für diese Vorhaben sind größtenteils die Länder zuständig.

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Mehr Effizienz, Vorrang für Erdkabel, neues EEG: Der Jahreswechsel bringt Schwung in die Energiewende – und was ist für 2016 noch geplant?

imageAusgabe 01.2016

Seit zwölf Tagen gelten neue Regeln, um mehr aus Energie zu machen – und im Schaltjahr 2016 haben wir dafür sogar einen Tag mehr zur Verfügung. Was hat sich zum Jahreswechsel in Sachen Energiewende getan, was ist für 2016 geplant – und wie betrifft das eigentlich jeden von uns im Alltag? Hier die wesentlichen Neuerungen auf einen Blick.
2016: wichtige Schritte, große Ziele
Die Maßnahmen, die zum Jahreswechsel oder im Lauf des Jahres 2016 in Kraft treten, bringen Deutschland ein gutes Stück voran in Richtung Energiewende-Ziele: Bis 2020 soll in Deutschland 20 Prozent weniger Energie verbraucht werden als 2008. Die CO2-Emissionen sollen bis dahin sogar um 40 Prozent sinken. Außerdem sollen die erneuerbaren Energien im Jahr 2025 bis zu 45 Prozent des Stroms in Deutschland liefern. Auf diesem Weg sind wir schon im vergangenen Jahr ein gutes Stück vorangekommen: Wind, Sonne und Biomasse lieferten in 2015 knapp ein Drittel unseres Stroms – das machten sie hierzulande zur wichtigsten Stromquelle.
Im Jahr 2016 profitieren Verbraucher besonders: Energiefresser im Heizungskeller werden enttarnt und der Austausch von Heizungsanlagen wird gefördert. Auch beim Kauf von Lüftungsgeräten und Großkühlschränken wird es einfacher, sparsame Produkte sofort zu erkennen. Klick hier .bmwi-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2016/01/