SuedLink: Erdkabel-Technologie schont Umwelt und Landwirtschaft…

Um große Strommengen möglichst verlustarm über weite Entfernungen hinweg zu transportieren, eignet sich die Energieübertragung mittels Gleichstrom. Bei moderner Gleichstromtechnik sind die Übertragungsverluste deutlich geringer als bei vergleichbaren Wechselstromleitungen und es kann flexibler auf Schwankungen bei der Einspeisung von erneuerbaren Energien reagiert werden. Auch SuedLink setzt auf die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ).

Trotz immer wiederkehrender Aussagen, gibt es gute und erprobte Techniken, die eine schonende Verlegung der SuedLink Trasse ermöglichen. 

Gleichstrom-Erdkabel sind weltweit erprobt:

Die Erfahrungen der Stromnetzbetreiber mit der seit Jahren bewährten Erdkabeltechnik sind durchweg positiv. „Gleichstrom-Erdkabel sind auf der Höchstspannungsebene weltweit erprobt. In Deutschland kommt die Gleichstromübertragung bisher bei der Anbindung von Offshore-Windparks zum Einsatz“, erklärt Rolf Köhler, TenneT-Fachgruppenleiter für Landkabelinstallation. Bei bisherigen Projekten zeigten sich keine negativen Auswirkungen für die landwirtschaftliche Nutzung oder die Umwelt. TenneT hat bereits rund 1.800 Kilometer Gleichstromerdkabel an Land verlegt.

Landwirte mit durchweg guten Erfahrungen:

Jürgen Walburg, Landwirt in Niedersachsen, hatte dennoch anfangs Vorbehalte. Letztlich überzeugte ihn der intensive Wissensaustausch mit ostfriesischen Landwirten, die bereits umfangreiche Erfahrungen mit Erdkabeln sammeln konnten und ausschließlich positiv über die Baumaßnahmen und die Bewirtschaftung in den Folgejahren berichteten. Nach den vier- bis sechswöchigen Erdarbeiten und der Rekultivierung stehe der landwirtschaftlichen Nutzung nichts mehr im Wege, so Walburg.

Auch der niedersächsische Landwirt Hermann Trecksler ist erleichtert, dass nun keine großen Strommasten auf seinem Acker stehen: „Die Kabel sind jetzt weg, man sieht und man merkt nichts mehr. Man bearbeitet seinen Boden und fertig.“ Rolf Köhler von TenneT freut sich über solch positive Rückmeldungen: „In Norddeutschland haben wir es geschafft, die Bedenken weitestgehend zu zerstreuen.“ Er betont, dass man bei den Landwirten nur zu Gast sei und sich auch dementsprechend benehmen müsse. Die Landwirte würden bemerken, „dass wir mit ihrem Grund und Boden vernünftig umgehen“, so Köhler.

Bei HGÜ-Leitungen in der Erde werden die Kabel mindestens 1,30 Meter tief verlegt. Um die Bodeneigenschaften so gut wie möglich zu erhalten, werden der Mutter- und der Unterboden getrennt voneinander entnommen und gelagert. Anschließend werden die Kabel in einer Schutzbettung aus Sand verlegt. Nach dem Verlegen der Kabel wird der Graben wieder verfüllt und rekultiviert, der ursprüngliche Zustand also vollständig wiederhergestellt. Nach der Bauphase kann die Trasse dann wieder landwirtschaftlich genutzt oder begrünt werden. Gerade in Bereichen, die mit Blick auf Mensch und Umwelt besonders sensibel sind, ist der Einsatz modernster Technologie notwendig. Deshalb setzen TenneT und TransnetBW das sogenannte Horizontal Direct Drilling – oder kurz die „HDD-Bohrung“ – bei allen technischen Engstellen ein. Dazu gehören beispielsweise Flussquerungen oder Böden, bei denen langfristige Ertragsschäden entstehen könnten. Quelle http://www.insuedthueringen.de